Ohne Wasser läuft es beim Wandern nicht

Beim Wandern musst du nicht nur bei großer Anstrengung und Hitze darauf achten, dass du ausreichend und regelmäßig trinkst. Denn nur wenn der Flüssigkeitshaushalt deines Körpers im Gleichgewicht ist, bleibt die volle Leistungsfähigkeit erhalten.

Besonders bei anstrengender körperlicher Belastung und heißen Temperaturen hat der Körper einen besonders hohen Flüssigkeitsbedarf, der unterwegs gedeckt werden muss, damit die lebensnotwendigen Stoffwechselvorgänge uneingeschränkt ablaufen können.

Wie das am besten gelingt und was dabei zu beachten ist, erfährst du in diesem Artikel.

Wieso ist trinken so wichtig?

Die Körperflüssigkeit und ihre Zusammensetzung hat für alle Lebensvorgänge im menschlichen Körper eine große Bedeutung. Das wird schon dadurch deutlich, dass der Mensch ohne feste Nahrung gut eine Zeit lang überleben kann. Ohne Wasser jedoch nur wenige Tage. Eine der lebenswichtigen Körperfunktionen ist das Schwitzen. Denn durch die Absonderung von Schweiß reguliert der Körper seine Temperatur und verhindert damit, dass er bei Anstrengung und heißen Temperaturen überhitzt.

Jedoch verliert er dabei auch große Mengen Flüssigkeit und wichtige Mineralstoffe. Sinkt der Flüssigkeitsspiegel zu stark ab, kann die lebensnotwendige Kühlfunktion nicht aufrecht erhalten werden. Das wirkt sich erst negativ auf die Leistungsfähigkeit aus und kann später sogar lebensgefährlich werden. Damit es beim Wandern erst gar nicht so weit kommt, solltest du immer ausreichend Flüssigkeit zu dir nehmen.

Woran du erkennst, dass dein Körper Flüssigkeit braucht

Im einfachsten Fall verspürst du Durst. Nimmt der Verlust an Flüssigkeit weiter zu, äußert sich der Mangel an Wasser in deinem Körper durch Konzentrationsmangel, Kopfschmerzen, Muskelkrämpfe, Schwindelgefühl und kann bis hin zum Kreislaufkollaps führen.

Alles Auswirkungen, die du gerade beim Wandern überhaupt nicht gebrauchen kannst und sogar lebensgefährlich werden können, wenn du in schwierigen Gelände unterwegs bist. Trockene Schleimhäute, wenig elastische Haut und dunkel gelber Urin sind weitere Anzeichen für Dehydration. Bei großem Flüssigkeitsmangel produziert der Körper dann gar keinen Urin mehr, um den Flüssigkeitsverlust zu stoppen.

Wie viel solltest du beim Wandern trinken?

Der menschliche Körper benötigt im Durchschnitt schon ohne körperliche Belastung zwischen zwei und drei Liter Flüssigkeit am Tag. Allerdings muss davon nur ca. 1,5 Liter in flüssiger Form zugeführt werden. Denn den Rest nehmen wir automatisch über feste Nahrung zu uns, in der auch fast immer Wasser enthalten ist. Der individuelle Wasserbedarf ist daher unterschiedlich und hängt auch stark von der Ernährung und der persönlichen Konstitution ab.

Beim Wandern ist der Flüssigkeitsbedarf durch die Bewegung automatisch höher, vor allem bei langen anstrengenden Touren und bei heißen Temperaturen. Beim Wandern im Gebirge kommt noch dazu, dass die Luftfeuchtigkeit mit zunehmender Höhe sinkt und der Körper die trockenere Atemluft zusätzlich anfeuchten muss. Dafür wird zusätzlich Flüssigkeit benötigt. 

Wie viel Wasser du für deine Tour benötigst, hängt also von der Art, Dauer und dem Schwierigkeitsgrad der Tour ab. Auch die Außentemperatur und deine persönlichen Konstitution spielen eine wichtige Rolle. All das solltest du berücksichtigen und entsprechend die Flüssigkeitsmenge einplanen. Und nimm lieber etwas mehr mit, als zu wenig. Das können dann auch schon mal mehrere Liter sein.

Wann und wie solltest du trinken?

Am besten schon bevor du ein Durstgefühl verspürst. Denn wenn du Durst hast, dann liegt bereits ein Wassermangel vor. Trinke lieber viele kleine Schlücke, als wenige Große. Das bekommt deinem Körper besser. Am besten erreichst du das mit einem Trinksystem. Mit diesem kannst du ohne stehen zu bleiben, immer mal wieder einen Schluck trinken. Das sorgt zwangsläufig für eine kontinuierliche Versorgung mit Flüssigkeit in kleinen Mengen. Und das gute ist: Wenn du gesund bist, ist es eigentlich unmöglich, zu viel zu trinken. Der Flüssigkeitsüberschuss wird dann einfach wieder ausgeschieden. Daran merkst du übrigens auch, dass du zu viel getrunken hast.

Wanderst du mit Kindern oder älteren Menschen, musst du diese immer mal wieder auf das Trinken aufmerksam machen, da bei ihnen das Durstgefühl weniger ausgeprägt ist.

Das trinke ich beim Wandern

Schon vor der Wanderung sehe ich zu, dass mein Wasserhaushalt im grünen Bereich liegt. In der Regel nehme ich ein Trinksystem gefüllt mit 2 Litern normalen Mineralwasser ohne! Kohlensäure mit. Denn Mineralwasser beinhaltet eigentlich alle wichtigen Mineralien.

Außerdem lässt sich die Trinkblase nachher einfacher reinigen, weil reines Wasser weniger Rückstände hinterlässt. Bei längeren Touren oder heißen Temperaturen habe ich zusätzlich noch ein oder zwei Flaschen mit Apfelschorle oder einem isotonischen Sportgetränk dabei. Diese können gut vom Körper aufgenommen werden und enthalten ausreichend Mineralstoffe.

Bei heißen Temperaturen sollten die Getränke übrigens auch nicht zu kalt sein, da der Körper dieses dann erst noch wärmen muss und dafür Energie benötigt. Außerdem kann man beim hastigen Trinken auch schnell Bauchschmerzen bekommen.

Wasserversorgung unterwegs

Immer wenn sich dir unterwegs die Möglichkeit bietet, dass du anderweitig Trinkwasser aufnehmen kannst, z.B. aus Brunnen, Quellen oder sauberen Gebirgsbächen, solltest du diese Möglichkeit nutzen. Das schont den eigenen Trinkwasservorrat und ist ein tolles Naturerlebnis.

Allerdings solltest du dir sicher sein, dass es sich tatsächlich um Trinkwasser handelt. Direkt aus einer Quelle kannst du bedenkenlos trinken. Meist ungefährlich sind auch schnell fließende, kalte und klare Bäche, die sich oberhalb von Weiden befinden. Als Kind habe ich in den Bergen grundsätzlich aus kleinen Bächen und Rinnsalen getrunken und bin nie krank geworden. Früher hat man sich darüber kaum Gedanken gemacht. Es war völlig normal. Heute leider nicht mehr.

Aber eins gilt heute genauso wie früher: Ohne Wasser läuft es beim Wandern nicht. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Veröffentlicht von

Mein Name ist Jens und ich bin ein absoluter Outdoor-Enthusiast: Wandern und Trekking bedeutet für mich, die Natur hautnah mit allen Elementen erleben – egal ob bei Sonnenschein, Regen oder Schnee. Mich zu bewegen, Neues zu erkunden und mich den Herausforderungen der Natur zu stellen, sind für mich ein idealer Ausgleich zum Alltag.

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