Gastbeitrag: Outdoor-Fotografie – Momente erkennen und Teil der Natur werden

Dies ist ein Gastbeitrag von Daniela vom Foto- und Reiseblog Landlinien

Landlinien

Das Thema Fotografie war immer schon ein wichtiger Bestandteil meines gelernten Berufes als Grafikdesignerin. Lernte ich im Studium noch die Grundlagen, so konnte ich später im Job das Erlernte ausbauen und umsetzen. Wirklich spannend wurde es jedoch draußen mit einer Idee im Kopf und der Kamera in der Hand. Je nach Thema, das ich mir vorher überlegt hatte, schulte ich hier mein Auge und meine Fotopraxis. Ob Portraits bei Nacht, analoges Belichten im Mittelformat oder „Through the Viewfinder“ – erst durch das Experimentieren entdeckte ich die Vielfalt der Fotografie. Am Liebsten fotografiere ich heute auf Reisen und schreibe dazu in meinem Reiseblog Landlinien.

Ich kann Euch also nur empfehlen: schnappt Euch eine Kamera und experimentiert. Dabei spielt es erst mal keine Rolle, welche Kamera ihr benutzt. Denn gerade am Anfang lässt man sich, meiner Meinung nach, oft ablenken und irritieren von technischen Details und Leistungen. Um ein Gefühl für das Verhältnis von Licht, Belichtungszeit, Blendenöffnung und Tiefenschärfe zu bekommen, eignet sich am Besten eine klassische analoge Kamera. Allein die begrenzte Anzahl der Fotos auf einem Film halten den Fotografen dazu an, sich in aller Ruhe mit dem Motiv zu befassen bevor losgeknipst wird. Vor 3 Jahren habe ich mit meiner Mittelformat-Kamera Pentacon SIX TL und einem einfachen Belichtungsmesser angefangen, meine Umgebung mal durch eine andere Perspektive zu erfassen und dabei spannende Motive dabei entdeckt.

Auf meinen Reisen bin ich mehr und mehr praktisch geworden. Je nach Art des Reisens entscheidet sich, ob ich eher meine praktisch leichte Canon PowerShot G10 oder meine Canon EOS 350 D einpacke. Diese verwende ich mittlerweile nur noch mit dem Zoomobjektiv Sigma DC 18-200 mm. Das spart zum einem Gewicht und zum anderen Zeit, wenn es mal schnell gehen soll.

Ein paar Dinge verinnerlicht man mit der Zeit und findet so seinen eigenen Foto-Stil. Anregungen und Ideen kann man sich immer wieder bei Anderen „abgucken“ und sein Auge durch das „nachmachen“ schulen. Ein paar Tipps kann ich Euch von meiner Seite aus mit auf den Weg geben. Doch das wichtigste bleibt immer noch, der Spaß am Reisen

Momente finden
Ein ganz wichtiger Aspekt für ein gelungenes Foto ist mit Sicherheit, einen besonderen Moment zu finden. Das erfordert ein aufmerksames Auge und oft viel Geduld.

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Feine Details
„Schildkröten können Dir mehr vom Weg erzählen als Hasen.“ Einer meiner Lieblingssprüche, in dem auch viel Wahrheit über die Fotografie liegt. Erst wenn man sich Zeit nimmt, kann man das Besondere entdecken.

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Die Tageszeit
Gerade auf Reisen in der Natur, gelangen wir nach einer bestimmten Zeit in einen natürlichen Tagesrhythmus. Wir werden wach vor Sonnenaufgang und ruhig wenn die Sonne in der Ferne untergeht. Diese Momente kann man nutzen, um ungewöhnliche Momente festzuhalten.

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Natürliches Licht
Generell versuche ich Blitzlicht zu vermeiden und die natürlichen Lichtquellen zu nutzen. Gerade auf Reisen kann man dadurch die Stimmung der Natur noch besser wiedergeben.

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Ungewöhnliche Perspektive
Warum die Dinge um uns herum nur auf Augenhöhe betrachten? Spannend wird es wenn man sich traut die Perspektive zu wechseln.

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Linien finden
Auch wenn es in der Natur keine 100%tigen Ecken und Kanten gibt, so ist sie doch durchzogen von Linien. Erst diese geben einem Foto Perspektive, Verhältnismäßigkeit und Struktur.

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Formate ändern
Sind wir auf Reisen unterwegs, wird es uns immer so gehen, dass wir nicht die gesamte Landschaft auf ein Foto bekommen. Dem kann man jedoch entgegen wirken, in dem man ein Panorama-Bild anlegt. Hilfreich ist dabei ein fester Ausgangspunkt, z.B. auf einem Stativ. Um Verzerrungen zu vermeiden, sollte man die einzelnen Fotos im Hochformat anlegen und circa zu einem Viertel überlappen lassen.

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Über die Autorin
In ihren Blog Landlinien schreibt Daniela vorwiegend über Routen, die sie selber bereist hat, wie zum Beispiel die Via de la Plata und den South West Coast Path. Außerdem sucht sie immer wieder nach neuen „Linien“, die uns unsere Vorgänger zu Land, Luft und Wasser hinterlassen haben. Dabei mag sie den Gedanken alte Spuren zu entdecken und Neue zu hinterlassen. Wenn Daniela nicht gerade mit dem Rucksack und Wanderschuhen unterwegs ist, arbeitet sie gerne in Ihren Gemüsegarten und schreibt auf www.daklue.de über nachhaltige Themen im Alltag.

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Veröffentlicht von

Mein Name ist Jens und ich bin ein absoluter Outdoor-Enthusiast: Wandern und Trekking bedeutet für mich, die Natur hautnah mit allen Elementen erleben – egal ob bei Sonnenschein, Regen oder Schnee. Mich zu bewegen, Neues zu erkunden und mich den Herausforderungen der Natur zu stellen, sind für mich ein idealer Ausgleich zum Alltag.

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Tolle Bilder – super. Danke dafür…
    Und du hast völlig recht. Einfach raus und experimentieren ist immernoch die beste Schule. Equipment ist nicht so wichtig ;-)
    Martin

  2. Danke Dir Martin! So ein Kompliment von einem Profi weiß ich wirklich zu schätzen. Schön wenn man Bilder sprechen lassen. Und sie auch verstanden werden. :-)

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