Wie mir die European Outdoor Film Tour 13/14 in Dortmund gefallen hat

Jedes Jahr auf´s Neue lockt die European Outdoor Film Tour (E.O.F.T. ) Outdoor- und Extremsportfans an, wie das Licht die Motten. In Dortmund gab es diesmal sogar zwei Vorstellungen und beide waren restlos ausverkauft! Veranstaltungsort war schon wie im Vorjahr das Freizeitzentrum West, in dem das Filmfestival in einem zweistündigen Filmprogramm wieder die spannendsten Sport- und Abenteuerfilme des Jahres zeigte. Wie mir die E.O.F.T. 13/14 gefallen hat und welche Filme meine Favoriten waren, erfahrt ihr diesem Artikel.

Das FZW in Dortmund als Veranstaltungsort

Auch diesmal fand die E.O.F.T. in Dortmund wieder im Freizeitzentrum West, kurz FZW, statt. Schon letztes Jahr fand ich den Veranstaltungsort direkt neben dem „Dortmunder U“ nicht gerade optimal, da dieser für Parties und Konzerte konzipiert wurde und nicht vergleichbar mit einem Kino ist. Als ich mich um 19 Uhr mit Angelica von WandernBonn vor dem Eingang treffe, um gemeinsam mir ihr die E.O.F.T. zusehen, ist die Schlange vor der Tür noch nicht lang und kurze Zeit später sind wir auch schon drin. Gute Plätze finden wir auch noch und so nehmen wir auf den unbequemen und eng gestellten Plastikstühlen platz. Als sich direkt vor mir ein normal großer Mann setzt, wird mein Votum aus dem Vorjahr für eine Kino als Veranstaltungsort bestätigt. Denn die rechte, untere Leinwandseite kann ich kaum sehen. Was gerade das Lesen der Untertitel schwierig macht. Die E.O.F.T. auf der richtig großen Leindwand auf bequemen Sitzen bei bester Sicht und perfekten Sound genießen – das wäre was!

Meine Film-Highlights der E.O.F.T. 13/14

Nach einer kurzen Anmoderation und Begrüßung durch den Veranstalter und den Storeleiter des Mammut Store Dortmund geht es auch schon los. An dem erfolgreichen Konzept haben die Macher auch in dieser Spielzeit nichts verändert und so freuen wir uns auf 9 verschiedene Kurzfilme und Dokumentation, die einen Querschnitt aus verschiedenen Sportarten bieten. Von Klettern, Mountainbike, Surfen, Ski fahren bis hin zu Canyoning, Basejumping, Highlining und Kajak sollte für jeden Geschmack was dabei sein.

Mein erstes Highlight war der Film „The Road to Karakol“ über den amerikanische Alpinist und Kletterer Kyle Dempster, der von Karakol in die hintersten Winkel Kirgisistans geradelt ist, um die letzten unbezwungenen Gipfeln Kirgisistans zu klettern. Aber das größte Abenteuer erlebt er dabei nicht in den Bergen, sondern in erster Linie auf dem Weg dorthin. So muss er endlose Kilometer und Anstiege mit dem Rad auf Schotterpisten bewältigen, einen reißenden Fluss überqueren und ein ungemütliches Treffen mit der kirgisischen Militärpolizei meistern. Es sind diese Geschichten am Rande, die mich weit aus mehr faszinieren als sportliche Extremleistungen.

Bei dem Film „Not Bad“ über die Mountainbiker Cam McCaul, Brett Rheeder und ihre Freunde, die sich in Neuseeland 30 Tage lang das volle MTB-Programm geben, habe  ich mich in meine BMX-Zeit zurück versetzt gefühlt. So eine Spielwiese hätte ich damals auch gerne gehabt und ich konnte absolut nachvollziehen, wie viel Spaß die Jungs mit ihren Rädern auf den Pipes und den genialen Singletrails in Neuseeland hatten.

Die Geschichte der „Wide Boyz“ Tom Randall und Pete Whittaker war ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie man mit einer unglaublichen Motivation und hartem Training sein Ziel erreichen kann. Denn die beiden Briten haben neue Maßstäbe im Offwidth-Climbing gesetzt, in dem ihnen der First Ascent des Century Crack, der härtesten aller Offwidth-Routen in Moab (Utah), gelungen ist. Das ausgerechnet zwei Briten dies gelingt, hat den US-Locals schon ganz schön zugesetzt und sagt viel über diese unglaubliche Leistung aus.

Der Film „North to South“ über die beiden norwegischen Surfer Inge und Jørn, die den Winter am Polarkreis verbracht haben und eigentlich surfen wollten und dann fast nebenbei drei Tonnen angeschwemmten Plastikmüll gesammelt haben, war für mich der Beste Film der E.O.F.T. 13/14. Vor allem weil er eine schöne Geschichte erzählt, dabei lustig ist und auch das Thema Umweltverschmutzung ohne erhobenen Zeigefinger aufgreift.

Mein Fazit

Auch die E.O.F.T. 13/14 bot wieder zwei Stunden beste Unterhaltung mit packenden Outdoor- und Abenteuerfilmen. Alle Filme waren wie immer handwerklich sehr gut gemacht, spannend inszeniert und boten viele beeindruckende Bilder und faszinierende Naturaufnahmen. Die Filmauswahl war sehr abwechslungsreich, wobei ich jedoch einen Film über das Bergsteigen vermisst habe. Am besten haben mir die Filme „The Road to Karakol“, „Wide Boyz“ und „North to South“ gefallen, weil sie ein authentisches Portrait zeichnen und eine Geschichte erzählen, die für mich weit aus spannender ist, als jede sportliche Extremleistung.

Wer sich gerne Outdoorsport auf der großen Leinwand anschaut, dem wird auch die E.O.F.T. 13/14 gefallen. Informationen zu den noch ausstehenden Terminen und Orten findet ihr unter www.eoft.eu/de/programm.

Was andere über die E.O.F.T. 13/14 schreiben

Freiluft Blog | Fazit zur E.O.F.T. 13/14 in Luxemburg

Lina Luftig | E.O.F.T. 2013 – Meine Eindrücke

Nordtrekking | Meinung | EOFT 2013 / 2014

OutdoorBlogNews | Eindrücke vom E.O.F.T. 13/14 – Schön war es in Witten!

Outdoor Mädchen | EOFT 2013/2014: Die Stiefel-Sternchen-Kurz-Rezension

Pack and Trek | So war’s: European Outdoor Film Tour 2013/14 (E.O.F.T.)

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Veröffentlicht von

Mein Name ist Jens und ich bin ein absoluter Outdoor-Enthusiast: Wandern und Trekking bedeutet für mich, die Natur hautnah mit allen Elementen erleben – egal ob bei Sonnenschein, Regen oder Schnee. Mich zu bewegen, Neues zu erkunden und mich den Herausforderungen der Natur zu stellen, sind für mich ein idealer Ausgleich zum Alltag.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Jens
    bis auf die Biker (ich hoffe, ich verscherze es mir hier grad nicht ;-) ) waren die restlichen drei von Dir genannten ebenso meine Favoriten. Die anderen Filme waren mir zum Teil zu sehr „Höher – Weiter – Schneller“. Das dies gar nicht nötig ist, haben z.B. die Jungs in der Bucht in „North to South“ gezeigt, die meinen absoluten Respekt verdienen. Grandios die Szene, wo sie nach Monaten die ersten Sonnenstrahlen „tanken“.
    Danke an dieser Stelle für die Einladung zur Veranstaltung und viele Grüße nach Dortmund
    Angelica

    • Keine Angst. Muss ja nicht jedem das gleich gefallen. Der MTB-Film hat mich einfach an meine Jugendzeit erinnert. Freut mich, dass du ansonsten meine Einschätzung teilst. Und danke für die charmante Begleitung!

  2. Hallo,
    vielen Dank für die ausführliche Rezension der Veranstaltung und der einzelnen Filme. Bisher habe ich die European Outdoor Film Tour noch nicht besucht, klingt aber so, als müsste ich das unbedingt mal nachholen.

    Viele Grüße, Thomas

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