Warum Du auch auf zertifizierten Wanderwegen immer eine Karte dabei haben solltest

Zertifizierte Wanderwege sind eine feine Sache: Sie sind ausführlich beschrieben, bewertbar, gut ausgeschildert, haben eine gute Infrastruktur und bieten ein hohes Natur- und Wandererlebnis.

Möchte ich ohne große Planung unkompliziert Wandern, sind zertifizierte Wanderwege meine erste Wahl. Aber selbst auf diesen gut ausgeschilderten Wanderwegen, habe ich immer eine Karte dabei und das solltest Du auch.

Zertifizierte Wanderwege in Deutschland

Zertifizierte Wanderwege wurden nach verschiedenen Qualitätskriterien bewertet und sind von unabhängigen Stellen zertifiziert worden. Das Ergebnis macht die Attraktivität eines Wanderweges bewertbar sowie vergleichbar und bietet eine gute Entscheidungshilfe für die Wahl eines Wanderweges.

In Deutschland gibt es zwei Zertifizierungssysteme für Wanderwege: Vom Deutschen Wanderinstitut werden „Premiumwanderwege“ zertifiziert und vom Deutschen Wanderverband die „Qualitätswanderwege „. Auf der Internetseite von NRW Tourismus erfährst Du mehr über die Siegel und Qualitätszeichen im Tourismus.

Für beide Prädikate müssen bestimmte Voraussetzungen und Qualitätskriterien erfüllt werden. Insbesondere die Wegmarkierung ist ein entscheidendes Kriterium für die Bewertung eines Wanderweges.

Warum Du auch auf zertifizierten Wanderwegen immer eine Karte dabei haben solltest

Die Markierung und Wegweiser auf zertifizierten Wanderwegen sind im Idealfall so, dass ich keine Wanderkarte oder GPS-Navigation benötige.

Die Markierungen sind meistens fehlerfrei, lückenlos sowie eindeutig und ermöglichen dadurch ein sicheres Auffinden des Weges auf der gesamten Wegstrecke.

Trotzdem gibt es aber Umstände, die eine zusätzliche Orientierung erforderlich machen. Mir ist es schon mehrmals auf einem zertifizierten Wanderweg passiert, dass ein Streckenabschnitt durch Forstarbeiten, einer Jagd oder durch Auswirkung einer Naturgewalt gesperrt war. Während bei Sperrungen, z.B. durch Sturmschäden, in der Regel der Wegbetreiber eine Umleitung ausschildert, ist dies bei Forstarbeiten oder einer Jagd nicht der Fall.

Wegmarkierungen können aber auch durch Vandalismus oder einen umgefallenen Markierungsträger lückenhaft sein.

Auch eine Notsituation kann es erforderlich machen, dass Du den Weg verlassen musst. Hast Du Dich dann nur auf die Wegmarkierungen verlassen und keine andere Navigations-Möglichkeit, bekommst Du spätestens jetzt ein Problem.

Daher solltest Du Dich auch beim Wandern auf zertifizierten Wanderwegen nicht nur auf die Wegmarkierung verlassen sondern immer auch eine Karte dabei haben oder Dir zumindest den GPS-Track auf Dein Smartphone oder Navigationsgerät runtergeladen haben.

Sicher ist Sicher. Auch auf zertifizierten Wanderwegen.

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Veröffentlicht von

Mein Name ist Jens und ich bin ein absoluter Outdoor-Enthusiast: Wandern und Trekking bedeutet für mich, die Natur hautnah mit allen Elementen erleben – egal ob bei Sonnenschein, Regen oder Schnee. Mich zu bewegen, Neues zu erkunden und mich den Herausforderungen der Natur zu stellen, sind für mich ein idealer Ausgleich zum Alltag.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Offlinekarten auf dem Handy, halte ich eine gute Alternative zu Papierkarten. Ich laufe sehr lange Distanzen und habe mir den Kauf einer Vielzahl an Karten erspart.

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