Wie mir die European Outdoor Film Tour 14/15 in Dortmund gefallen hat

Seit dem 11. Oktober ist die European Outdoor Film Tour, kurz E.O.F.T, wieder mit atemberaubenden Outdoor- und Abenteuerfilmen auf Tournee. Dieses Jahr habe ich mir das Outdoor-Filmfestival im FZW Dortmund, zusammen mit Bernd von Kritzelkraxel angeschaut.

Wie mir die diesjährige E.O.F.T. 14/15 gefallen hat und welche Filme meine Favoriten waren, erfährst du diesem Artikel.

Die E.O.F.T im FZW Dortmund

EOFT1415_2Auch in diesem Jahr hat die aktuelle Tour der E.O.F.T nicht an Anziehungskraft verloren und so waren beide Vorstellungen um 16 und 20 Uhr im FZW Dortmund wieder restlos ausverkauft.

Dieses Jahr war ich zusammen mit Bernd von Kritzelkraxel bei der E.O.F.T und wir haben uns gemeinsam die Filme angeschaut.

Der Saal war für meinen Geschmack wieder sehr eng bestuhlt und es wurde zudem sehr schnell ziemlich warm.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Veranstalter und einen kleinen Werbeblock für den neuen Mammut Store Essen, ging es dann auch schon los.

Wie mir die einzelnen Filme gefallen haben

Den Anfang machte der Kajak-Film „Dream“, der den Wassersport mit tollen Lichteffekten in Verbindung mit elektronischer Musik inszeniert. Dabei aber nicht wirklich Neues zeigt und mit den in Kostümen gehüllten Personen am Ufer, bei mir eher fremdschämen hervorruft.

Der darauf folgende Film „Don’t Look Down“ gefällt mir da schon besser. Nur alleine vom zusehen, bekomme ich feuchte Hände. Denn der 23-jährige Brite James Kingston erklimmt ungesichert Kräne, Brücken und Wolkenkratzer und lässt sich nur mit einer Hand in schwindelerregender Höhe baumeln. Auch wenn ich nie verstehen werde, wieso jemand sein Leben so leichtsinnig riskiert, zieht mich der Film in seinen Bann.

Danach kommt mit „Rad Company“ der obligatorische Mountainbike-Film, der mich stark an den Film im letzten Jahr erinnert. Trotzdem sehe ich den Mountainbikern auf den Trails und Parkours gerne zu. Auch weil ich als Kind schon BMX gefahren bin und auch heute noch gerne Mountainbike fahre. Zudem ist der Film am Ende mit Billy Idol´s „Rebel Yell“ mit der perfekt passenden Musik hinterlegt.

Der Ski-Film „Afterglow“ lässt Freeskiing in einem neuen Licht erstrahlen. Mit Scheinwerfern, Farbfolien und vier Freeskiern in LED-Anzügen wird die nächtliche Skipiste in ein leuchtend buntes Gesamtkunstwerk verwandelt. Schöne Bilder bekommen wir da zu sehen!

Dann kommt endlich diese Art von Film, die ich bei der E.O.F.T. besonders mag: Der Film „Nobody’s River“ stellt nicht spektakuläre Aufnahmen in den Vordergrund, sondern erzählt eine bewegende Geschichte. Diesmal von vier Freundinnen, die mit dem Kajak auf dem Fluss Amur von der Quelle in der östlichen Mongolei bis zur Mündung im Pazifik fahren wollen. Der Film schildert die Begegnungen und Erlebnisse der vier Frauen, handelt aber auch von Trauer, Glück, jede Menge Spaß und wahre Freundschaft.

In „El Sendero Luminoso“ klettert der Amerikaner Alex Honnold ohne Sicherungsseil eine 762 Meter hohe Felswand in Mexiko hoch. Noch so eine „Sportart“, deren Sinn sich mir nicht erschließt. Auch wenn ich den Mut, die hohe Konzentration und die Fähigkeiten schon beeindruckend finde. Im Film erfahren wir auch, welche akribische Vorbereitung für so ein Free Solo nötig ist. Und das fand ich wieder interessant.

Und dann kam eine Premiere: Der Film „Cave Connection“ ist der erste Film der E.O.F.T., der unter der Erde spielt. In dem Film über eine Höhlenexpedition in Neuseeland, begleiten wir den Höhlenforscher Kieran Mckay und sein Team in die Tiefe. Die Forscher wollen herausfinden, ob die weit verzweigten Höhlensysteme von Nettlebed und Stormy Pot auf der neuseeländischen Südinsel miteinander verbunden sind. Alleine vom zusehen bekommen wir Platzangst und leiden mit den Forschern, die sich in der Kälte und Nässe im Dreck durch winzig kleine Durchgänge zwängen. Wir sind total beeindruckt von dem Film und sind uns sofort einig, dass dies bis jetzt der beste Film war.

The Frozen Titans“ erzählt die Geschichte des Eiskletterers Will Gadd und seiner Bezwingung einer 141 Meter hohen Kletterroute an der Rückseite des gefrorenen Wasserfalls Helmcken Falls in Kanada. Die technisch anspruchsvolle Mixed-Route bei Minusgraden zu bezwingen hat es in sich und wir frösteln mit dem Protagonisten förmlich mit.

Den Abschluss machte der Freeride Skifilm „Shades Of Winter PURE„. Wir begleiten ein rein weibliches Freeski-Team nach Japan und Alaska und sehen die vier Skifahrerinnen bei Mondscheinfahrten im Land der aufgehenden Sonne und in der Wildnis im hohen Norden der USA. War schön anzusehen, mehr aber auch nicht.

Mein Fazit

EOFT1415_4Auch die Filme der E.O.F.T. 14/15 waren wie von hoher Qualität und zeigten mit tollen Aufnahmen, die außergewöhnlichen Leistungen und besonderen Geschichten von Outdoor-Sportlern.

Die Filmauswahl fand ich diesmal nicht ganz so abwechslungsreich und ein paar Filme kamen mir ziemlich bekannt vor. Und wie schon im letzten Jahr, habe ich auch in dem aktuellen Programm einen Film über das Bergsteigen vermisst. Trotzdem bot mir auch die diesjährige Ausgabe der E.O.F.T. zwei Stunden beste Unterhaltung.

Meine persönlichen Highlights waren definitiv die Filme „Nobody’s River“ und „Cave Connection“. Weil sie beide mit ruhigen Bildern bewegende Outdoor-Geschichten erzählen, die mich mehr fesseln, als spektakuläre Filmaufnahmen von waghalsigen Sportarten.

Bis Ende Januar 2015 tourt die E.O.F.T. 14/15 noch durch Europa. Informationen zu den noch ausstehenden Terminen und den Orten findest du unter www.eoft.eu/de/programm.

Anmerkung: Die Moving Adventures Medien GmbH hat mich zu der E.O.F.T. eingeladen. Vielen Dank dafür!

Wie anderen Outdoor-Bloggern die E.O.F.T. 14/15 gefallen hat

 

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Veröffentlicht von

Mein Name ist Jens und ich bin ein absoluter Outdoor-Enthusiast: Wandern und Trekking bedeutet für mich, die Natur hautnah mit allen Elementen erleben – egal ob bei Sonnenschein, Regen oder Schnee. Mich zu bewegen, Neues zu erkunden und mich den Herausforderungen der Natur zu stellen, sind für mich ein idealer Ausgleich zum Alltag.

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