Praxistest: Suunto Core Green Crush Multifunktionsuhr

Die Suunto Core wurde schon mit mehreren (Design-)Preisen ausgezeichnet und ist mittlerweile ein echter Klassiker unter den Outdoor-Uhren, da sie Funktion und Präzision mit einem attraktiven Design vereint. Mittlerweile gibt es die Core in verschiedenen Design- und Materialausführungen.

Ich hatte jetzt die Gelegenheit die Suunto Core Green Crush zu testen, die sich durch ein schwarzes Aluminiumgehäuse mit neongrünem Elastomerarmband auszeichnet. Die Uhr wurde mir freundlicherweise von den Bergfreunden für diesen Test zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Suunto Core Crush

Das finnische Unternehmen Suunto, weltweit führender Hersteller von Präzisionssportinstrumenten, präsentierte mit der Core Crush eine farbenfrohere Variante der beliebten Multifunktionsuhr. Auch die Core Crush bietet einfach zu bedienende Outdoor-Funktionen und ein stabiles Gehäuse.

Mit der Kombination von Höhenmesser, Barometer und Kompass sowie Wetterinformationen hat auch die Suunto Core Crush alle notwendigen Funktionen an Bord, die Outdoorer für ihre Aktivitäten benötigen.

Details

  • Material: Aluminiumgehäuse
  • Höhenmesser (-500 bis 9.000 Meter)
  • Tiefenmesser (- 10 Meter)
  • Barometer mit Unwetterwarnung
  • Temperaturanzeige
  • Kompass
  • Sonnenaufgang/-untergangs-Anzeige
  • Verschiedene Zeit-, Datums- und Alarmfunktionen
  • Menü-Sprachen EN, DE, ES, FR
  • Wasserfestigkeit: 30 m (nach ISO 6425)
  • Batterie: 3 Volt Lithiumknopfzelle CR 2032
  • Maße: 49,1  x  49,1  x  14,5  mm
  • Gewicht: 70 Gramm (nachgewogen)
  • Preis: 320 Euro (UVP)

Praxistest

Ich habe die Suunto Core Green Crush seit dem Sommer im Einsatz. In der Zeit hat sie mich u.a. ans Meer und in die Berge begleitet. Daneben habe ich sie im Alltag und bei verschiedenen Outdoor-Aktivitäten getragen.

Erster Eindruck

Die Suunto Core Green Crush wird in einer kleinen, schwarzen Verpackung ausgeliefert. Diese enthält neben der Uhr, lediglich noch eine Kurzanleitung. Bei meiner Ausführung der Uhr sticht sofort das neongrüne Armband ins Auge, welches einen schönen Kontrast zu dem schwarzen Aluminiumgehäuse darstellt und der Uhr ein frisches Aussehen verleiht.

Das Uhrengehäuse ist hochwertig verarbeitet und das Display angenehm übersichtlich, weil es nicht mit Beschriftungen überladen ist. Die Lünette ist drehbar und der Nord ist mit phosphoreszierender Farbe markiert. Diese wird durch Licht aufgeladen und gibt im dunkeln die gespeicherte Energie wieder ab.

Durch das Gehäuse aus Aluminium ist die Core Green Crush leichter, als es der rein äußerliche Eindruck vermuten lässt. Dadurch ist sie am Arm kaum spürbar und auch das relativ große Gehäuse (49,1 mm Durchmesser) liegt aufgrund der beweglichen Armbandstege sehr gut an meinem Arm an. Das Armband mit Dornschließe und zwei Armbandschlaufen hält die Uhr sicher am Handgelenk. Mit seiner Bauhöhe von 14,5 mm passt die Uhr auch noch relativ gut unter den Jackenärmel.

Bedienung

Mit der Kurzanleitung lässt sich die Uhr schnell einstellen und nach einer kurzen Eingewöhnungszeit intuitiv bedienen. Die ausführliche Bedienungsanleitung, die sich bei Suunto runterladen lässt, habe ich nicht benötigt. Denn die Menüführung ist leicht verständlich und selbsterklärend. Was ich persönlich unheimlich wichtig finde, da ich unterwegs nicht immer erst überlegen möchte, wo ich z.B. noch mal den Wecker oder die Referenzhöhe einstellen kann. Zu dem durchdachten Bedienkonzept tragen auch die sinnvoll bezeichneten Knöpfe bei, die sich gut bedienen lassen.

In der Praxis hat sich zudem die Tastensperre als äußerst sinnvoll erwiesen, die durch längeres drücken der rechten, unteren Taste aktiviert und deaktiviert wird. Dadurch wird verhindert, dass durch Bewegung des Handgelenks die Tasten versehentlich gedrückt werden. Bei aktivierter Tastensperre lassen sich aber dennoch die Ansichten ändern und auch die Beleuchtung einschalten.

Was mir auch noch an der Bedienung der Core Green Crush gefällt und sehr benutzerfreundlich ist: Wenn die Batterie leer ist, kann ich diese selbst wechseln und muss die Uhr dafür nicht extra zum Service bringen. Das spart Zeit und schont das Portemonnaie.

Anzeige

Das Punkt Matrix Display der Core Green Crush ist mit einem kratzfesten Mineralkristallglas geschützt und kann dank elektrolumineszierender Hintergrundbeleuchtung auch im dunkeln abgelesen werden. Die Beleuchtung lässt sich entweder mit jeder beliebigen Taste oder nur mit der Lichttaste einschalten und schaltet sich nach 5 Sekunden automatisch wieder aus. Das Punkt Matrix Display hat einen guten Kontrast und die Anzeige lässt sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung ablesen.

In der Mitte der Anzeige wird groß die Hauptinformation angezeigt. Darüber informieren kleine Symbole über eingeschaltete Funktionen und darunter ist der jeweilige, aktivierte Modus eingerahmt. In der zweiten Ansicht im unteren Abschnitt der Uhr, kann man sich verschiedene Zusatzinformationen anzeigen lassen. Insgesamt finde ich die Anzeige der Core Green Crush sehr übersichtlich und aufgeräumt.

Höhen- und Tiefenmesser

Die Suunto Core Green Crush ist mit einem Höhen- und Tiefenmesser ausgestattet, der kontinuierlich den absoluten Luftdruck misst und die Höhe auf Meereshöhe berechnet. Um dabei richtige Messergebnisse zu erhalten, sollte jedoch vor der Aktivität der Höhenreferenzwert eingeben werden. Wie schon oben erwähnt, geht das sehr unkompliziert. Eine Referenzhöhe des eigenen Standorts, findet man z.B. in den meisten topographischen Karten.

In den Bergen habe ich vor jeder Bergtour die Referenzhöhe eingestellt, um zu schauen wie es mit der Genauigkeit bestellt ist. Auf dem Gipfel des Aggensteins zeigt die Core Green Crush 1m zu wenig an, was genau der Toleranzangabe entspricht. Im weiteren Tourverlauf waren es an der Jochalpe 8m zu viel, was jedoch daran lag, dass sich das Wetter in der Zwischenzeit gebessert hatte und damit der Luftdruck gestiegen ist.

Nach oder während einer Tour zeigt der Logbuchspeicher der Core Green Crush die gesammelten Höhendaten als Grafik an, so dass man jederzeit die bereits zurückgelegten Höhenmeter abrufen kann.

Im Sommerurlaub bin ich mit der Uhr auch Schnorcheln gewesen. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Multifunktionsuhren verfügt die Core Green Crush auch über einen Tiefenmesser. Dieser reicht zwar nur bis 10 Meter Tiefe, was zum Schnorcheln jedoch absolut ausreicht.

Barometer und Thermometer

Die Suunto Core Green Crush zeigt oben im Display den Wettertrend an und bietet so die Möglichkeit, unterwegs die Wetterprognose zu prüfen. Diese Anzeige besteht aus zwei Linien, die einen Pfeil bilden. Jede Linie steht für einen 3-Stunden-Zeitraum. Die rechte Linie steht für die letzten 3 Stunden, die linke für die 3 Stunden vor den letzten 3 Stunden. Damit kann die Linie 9 verschiedene Muster im barometrischen Trend anzeigen und erlaubt eine Aussage darüber, wie sich das Wetter entwickelt. Im Barometer-Profil wird der aktuelle Meeresspiegeldruck basiert auf den gegebenen Referenzwerten und dem ständig gemessenen absoluten Luftdruck grafisch angezeigt.

Zudem ist die Uhr mit einer Sturmwarnung ausgestattet, die bei Druckabfall von 4 hPa / 0,12 inHg oder mehr innerhalb von 3 Stunden mit einem akustischen Alarm vor Unwetter warnt. Auf der Anzeige blinkt zusätzlich für 20 Sekunden eine Warnanzeige. So kann man rechtzeitig auf die Verschlechterung des Wetters reagieren und einen Unterschlupf suchen.

Daneben mißt die Uhr auch die Temperatur im Bereich von -20° C bis +60° C. Um eine genaue Temperaturanzeige zu erhalten, muss die Uhr jedoch vom Handgelenk abgenommen werden, da die Körpertemperatur den Messwert ansonsten beeinflusst.

Kompass

Im Kompass-Modus der Core Green Crush kann man sich in Bezug auf den magnetischen Nordpol orientieren. Allerdings muss bei Erstbenutzung sowie bei jedem Batteriewechsel der Kompass sorgfältig kalibriert werden. Um eine höchstmögliche Genauigkeit zu erzielen, empfiehlt es sich den Kompass auch für jeder Benutzung zu kalibrieren, damit man korrekte Messwerte erhält.

Bei der Benutzung als Kompass muss die Uhr zudem abgenommen und horizontal gehalten werden, um keine falschen Messwerte zu erhalten. Andernfalls zeigt die Core Green Crush aber auch an, dass sie horizontal gehalten werden muss. Wird im Kompass-Modus 40 Sekunden keine Taste gedrückt, wechselt der Kompass selbstständig in den Energiesparmodus. Das ist zwar bei der Navigation störend, verlängert aber die Lebensdauer der Batterie.

Der Kompass der Core Green Crush kann auf zwei Arten benutzt werden: Entweder kann man die Lünette oder die Richtungsverfolgung verwenden. Benutzt man die Lünette, kann die Suunto Core als traditionellen Kompass benutzen werden. Mit der Richtungsverfolgung kann ein Kurs festgelegt werden und die Suunto Green Core leitet einen in diese Richtung.

Sonstige Funktionen

Die Suunto Core Green Crush verfügt natürlich auch über die typischen Zeit-, Datums-, Kalender- und Alarmfunktionen.

Mit der Stoppuhr lassen sich Zeiten von 0,1 Sekunden stoppen und mit dem Countdown-Timer kann von einer eingestellten Zeit auf Null heruntergezählt werden. Außerdem kann die Uhr auch als Wecker benutzt werden, wenn man z.B. morgens für eine Tour früh aufstehen muss. Dank Schlummerfunktion lässt sich das Aufstehen aber auch noch nach hintern verschieben.

Neben diesen Standardfunktionen, kann die Suunto Core Green Crush neben der Ortszeit noch eine weitere Zeit (z.B. einer anderen Zeitzone) und die Sonnenaufgangs und -untergangszeit der eingestellten Referenzstadt anzeigen. Letztere Funktion ist für mich bei einer Multifunktionsuhr für Outdoor-Aktivitäten essenziell, damit ich diese bei der Tourenplanung berücksichtigen kann.

Mein Fazit

Die farbenfrohere Variante Green Crush der Suunto Core hat mich mit ihrem Design und ihrer beeindruckenden Vielfalt an Outdoor-Funktionen sowie deren einfachen Bedienung überzeugt. Die Uhr ist hochwertig verarbeitet, trägt sich angenehm leicht und das neongrüne Armband harmoniert gut mit dem schwarzen Aluminiumgehäuse.

Das aufgeräumte Punkt Matrix Display lässt sich auch bei schwierigen Lichtverhältnissen sowie im dunkeln ablesen. Höhenmeter, Barometer und Kompass sind ausreichend genau, sofern man sich an die Bedienungshinweise hält.

Durch den Tiefenmesser, der Sonnenaufgangs und -untergangszeitanzeige, der Sturmwarnung, der zweiten Zeitzone und der benutzerfreundlichen Handhabung (Batteriewechsel, Tastensperre) unterscheidet sich die Suunto Core Green Crush von vielen anderen Outdoor-Uhren, was den recht hohen Preis meiner Meinung nach rechtfertigt.

Anmerkung: Die Uhr wurde mir freundlicherweise von den Bergfreunden für diesen Test zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung ist jedoch wie immer nicht beeinflussbar.

Bei diesen Online-Shops, kannst Du die Suunto Core zum Beispiel kaufen:

Weiterführende Links

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Veröffentlicht von

Mein Name ist Jens und ich bin ein absoluter Outdoor-Enthusiast: Wandern und Trekking bedeutet für mich, die Natur hautnah mit allen Elementen erleben – egal ob bei Sonnenschein, Regen oder Schnee. Mich zu bewegen, Neues zu erkunden und mich den Herausforderungen der Natur zu stellen, sind für mich ein idealer Ausgleich zum Alltag.

5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

    • Hallo Karsten,

      ja da hast du völlig recht, aber irgendwie steh ich auf so knackige Farben, was auch geil ist ist braun und gelb :)

      Gruss Niklas

  1. Ich finde auch die Kombination Grün und Gelb echt Klasse. Die Casio G-Shock Mudmaster hat mich wirklich überzeugt. Die wahrscheinlich robusteste Outdooruhr die ich je getragen habe.

    • Hi Kerstin,
      das lässt sich schwer sagen, da die Lebensdauer der Batterie ja auch stark von der Art der Benutzung abhängt (z.B. wie häufig man die Beleuchtung drückt).

      Bei mir hat die Batterie ca. 1 Jahr gehalten. Das gute bei Suunto ist jedoch, dass du die Batterie leicht selbst wechseln kannst.

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