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Bergfreunde Bloggertreffen im Zillertal

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Schon letztes Jahr im Oktober hatten die Bergfreunde die grandiose Idee, ein Outdoor-Bloggertreffen zu organisieren. Nach einigen Terminschwierigkeiten, wurde schließlich das lange Wochenende um Christi Himmelfahrt als Termin auserkoren. Und so haben sich einige Outdoor-Blogger aus Deutschland und Österreich mit den Bergfreunden im Zillertal getroffen, um sich kennen zu lernen, zu fachsimpeln und natürlich gemeinsam verschiedensten Outdoor-Aktivitäten zu frönen. So jedenfalls der Plan. Denn leider kündigte die Wettervorhersage eine Regenwahrscheinlichkeit von stattlichen 99% an.

Basislager im Quelltal der Ziller

Als Lokation hatten die Bergfreunde den Zillergrund, im Zillertal in Tirol/Österreich, ausgesucht. Das Quelltal der Ziller liegt im Vorfeld des Natursparks Zillertaler Alpen und ist ein idealer Ausgangspunkt für verschiedenste Outdoor-Aktivitäten. Egal ob Bouldern, Klettern, Trailrunning oder Wandern. Die Zeltwiese vor dem ganz in Holz gehaltenen Alpengasthof zur Au im hinteren Teil des Tales auf 1.269 Meter, sollte für vier Tage unser Basislager sein.

Als ich gemeinsam mit Angelica und Uli am Donnerstag bei schönem Wetter eintreffe, sind schon einige andere Outdoor-Blogger vor Ort und auch Wiebke, Sebastian, Seb und Daria von den Bergfreunden kann ich endlich persönlich kennen lernen. Da die Zeltwiese noch mit Autos zu geparkt ist, können wir unsere Testzelte von Wechsel noch nicht aufbauen. Angelica, Uli, Stefanie und ich beschließen, dass schöne Wetter für eine erste Erkundungstour zu nutzen. Wie sich schon am nächsten Morgen rausstellen sollte, eine richtig gut Entscheidung.

Durch den Sundergrund zur Rachhüttenalm

Begleitet vom tosen des Wassers des Sunderbaches laufen wir durch den Sundergrund Richtung Rachhüttenalm. Wir genießen die Wärme der Sonnenstrahlen und sind fasziniert von der Bergwelt der Zillertaler Alpen. Je tiefer wir in das Tal vordringen, umso schöner wird die Aussicht auf die Berge. Wir passieren Wasserfälle, müssen die Überreste einer riesige Schnee- und Schlammlawine überqueren und entdecken kurz ein Murmeltier.

Dann wird das Tal langsam breiter und wir sehen, warum der Zillergrund auch ein beliebtes Bouldergebiet ist: Auf einer großen Wiese liegen wahllos verstreut kleine und große Felsen, an denen sich einige Kletterer beim Bouldern versuchen. Wir schauen uns das ganze interessiert an und laufen noch weiter Richtung Rachhüttenalm, bevor wir wieder umkehren. Schließlich müssen wir noch unsere Zelte aufbauen und langsam wird es auch Zeit den Grill anzufeuern. Und so klingt wenig später der erste Abend bei Grillgut, selbstgemachten Leckereien, Bier und guten Gesprächen aus, bevor sich jeder in sein Zelt oder Bus verkriecht.

Bärenbad, Zillergründl und Adlerblick

Am nächsten Morgen werde ich von Regentropfen, die noch verhalten aber deutlich hörbar an die Zeltwand prasseln, geweckt. Mist, hat der Wetterbericht doch recht behalten. Die ersten sind schon wach und haben schon mal das Frühstück und den Kaffee vorbereitet. Nach dem das eiskalte Wasser der Ziller und der leckere Kaffee aus Uli´s Bialetti meine Lebensgeister geweckt haben, heißt es langsam Pläne schmieden. Leider ist die Stimmung aufgrund des stärker gewordenen Regens nicht so gut. Denn für die Kletterer ist nasser Fels extrem problematisch und Wandern im Regen ist auch kein Highlight. Nach einigen hin und her beschließen die Kletterer in eine nahegelegene Boulderhalle zu fahren und ich kann Angelica und Stefi für eine Wanderung zum Speichersee Zillergründl begeistern. Steve will uns dann laufend einholen.

Nach dem wir Regenhose und Hardshell übergestreift haben, folgen wir dem Lauf der Ziller taleinwärts. Der wilde Wasserlauf, der leichte Nebel und der Regen sorgen dabei für eine ganz besondere mystische Atmosphäre. Wieder zeigt sich, dass Wandern im Regen auch seinen Reiz hat und wir sind froh, dass wir aufgebrochen sind. Und Spaß haben wir sowieso. In Bärenbad holt uns Steve dann ein und nach einem kurzen Plausch entschwindet er genauso schnell wieder, wie er gekommen ist. Auch wir machen uns weiter auf Richtung Speichersee und kommen durch ein landschaftlich eindrucksvolles Bergtal, in dem wir die Berge aufgrund der tief hängenden Wolken leider nur erahnen können. Ein schmaler Pfad führt uns durch Kiefern und Latschen kontinuierlich nach oben. Nach einer Weile erreichen wir die Krone der Staumauer des Speichers Zillergründl. Wir laufen noch das Stück weiter hoch zum Alpengasthaus Adlerblick auf ca. 1.900 Meter, der jedoch leider geschlossen hat. Und auch der herrliche Ausblick auf den Speichersee und die Bergriesen der Zillertaler Alpen bleibt unter dichten Wolken verborgen.

Und so machen wir uns nach einer kurzen Pause wieder auf den Rückweg. Zumindest bekommen wir dabei hin und wieder mal Ausschnitte der grandiosen Bergwelt zu sehen. Immerhin. Auf dem letzten Stück passieren wir noch mit mulmigen Gefühl einen Steinschlag gefährdeten Abschnitt und erreichen kurze Zeit später wieder das Basislager. Der Dauerregen hat den trockenen Platz unter den Pavillons rar werden lassen. Deshalb beschließen wir, uns in dem Gasthof zu setzen, wo der Abend in geselliger Runde bei Zillertaler Braukunst ausklingt.

Meine Aufzeichnung der Tour bei Social Hiking

Auf den Steinerkogl (1.270 m)

Nach einer kalten Nacht mit wenig Schlaf hat sich das Wetter leider immer noch nicht gebessert. Mittlerweile regnet es seit 24 Stunden pausenlos und es ist dazu noch deutlich kälter geworden. Aber wir lassen uns die Laune nicht verderben und Angelica, Uli, Steve und ich beschließen trotz Regen eine Tour auf den Steinerkogl zu machen, der auf 1.270 m hoch über Mayrhofen liegt.

Der Weg führt uns in unzähligen Serpentinen auf einem schmalen Kreuzweg bergauf. Dabei ergeben sich immer mal wieder Ausblicke auf Mayrhofen und das Zillertal und wir passieren eine kleine Kapelle. Dann melden sich die Bergfreunde und informieren uns, dass es im Basislager aufgrund des schlechten Wetters erste Auflösungserscheinungen gibt. Bei dem Dauerregen kein Wunder. Da Angelica und ich es jedoch ziemlich weit bis nach Hause haben, beschließen wir wie geplant bis Sonntag zu bleiben. Und auch Uli und Steve schließen sich uns an.

Der Weg windet sich in weiteren kleinen und großen Serpentinen durch den Wald in die Höhe und wir kommen nach einer Weile auf eine offene Almfläche. Jetzt sind es nur noch ein paar Meter bis zum Berggasthaus Steinerkogl. Dieser hat sogar geöffnet und wir nutzen die Gelegenheit für eine Pause im trockenen. Nach dem wir uns gestärkt haben, wandern wir durch Almen und Wiesen weiter Richtung Brandberg. Oberhalb von dem kleinen Bergdorf zweigt der Weg nach rechts ab und führt uns mitten durch saftig grüne Wiesen mit kleinen Bächen und voller wildwachsender, blühender Alpenblumen talabwärts. Die Wolken ziehen dicht über die Hänge und ich genieße dieses Naturerlebnis in vollen Zügen. Wir stellen uns vor, wie schön es hier bei gutem Wetter und Sonne erst sein muss.

Nach dem wir Brandberg passiert haben, folgen wir ein ganzes Stück der Straßen bevor es auf verschlungenen Pfaden durch Wald und moosbewachsene Steine wieder Richtung Ausgangspunkt geht.

Meine Aufzeichnung der Tour bei Social Hiking

Die letzte Nacht im Bettenlager

Als wir auf der Straße durch den Zillergrund Richtung Zeltwiese fahren, kommen uns bereits ein paar Autos mit Teilnehmern des Bloggertreffens entgegen, die nach Hause fahren. Und als wir an der Wiese eintreffen, packen die restlichen Verbliebenen auch schon ihre Sachen ein. Wer will es ihnen bei dem Sauwetter verdenken? Hätte ich die Berge vor der Haustür und müsste nicht 800 km fahren, wäre ich sicherlich auch schon längst auf dem Heimweg. Da wir jedoch noch bleiben, bieten uns die Bergfreunde an, dass wir die letzte Nacht auch gerne im Bettenlager des Gasthofes schlafen können. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen. Wir bauen noch die restlichen Zelte und Pavillons ab, räumen auf und verabschieden uns danach von den Bergfreunden. Da waren es nur noch vier.

Und dann kommen wir endlich in den Genuss einer warmen Dusche und haben die letzte Nacht noch ein richtiges Dach über den Kopf. Den Abend lassen wir gemütlich im Gastraum ausklingen. Ein gelungener Abschluss des Bergfreunde Bloggertreffens im Zillertal!

Mein Fazit

Auch wenn das Wetter mehr als bescheiden war, hatten wir richtig viel Spaß und ein paar grandiose Tage. Hat mich sehr gefreut, ein Teil der Bergfreunde endlich mal persönlich kennen gelernt zu haben und weitere Outdoor-Blogger von Angesicht zu Angesicht zu treffen. Außerdem war es wie immer schön, befreundete Blogger wieder zu sehen und gemeinsam auf Tour zu gehen. Ich bin froh, dass wir trotz Regen wandern waren und das Beste aus dem schlechten Wetter gemacht haben!

Danke!

Vielen Dank an Wiebke, Sebastian, Seb und Daria von den Bergfreunden für die Organisation und Betreuung vor Ort. Danke an Edelrid, Black Diamond, Brunton, Optimus und Trek´n´Eat, die uns Testprodukte zur Verfügung gestellt haben. Kompliment auch an Wechsel Tents. Eure Zelte halten wirklich extremen Witterungen stand und sind absolut wasserdicht. Wir haben das bei 48 Stunden Dauerregen verifiziert.

Danke an alle Teilnehmenden für vier einzigartige Tage. Wir haben das Zillertal gerockt – trotz Dauerregen!

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Veröffentlicht von

Mein Name ist Jens und ich bin ein absoluter Outdoor-Enthusiast: Wandern und Trekking bedeutet für mich, die Natur hautnah mit allen Elementen erleben – egal ob bei Sonnenschein, Regen oder Schnee. Mich zu bewegen, Neues zu erkunden und den Herausforderungen der Natur zu stellen, ist für mich ein idealer Ausgleich zum Alltag.

6 Kommentare Schreibe einen Kommentar

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  3. Hallo tolle Bilder. Schade um das Wetter. Wir waren zu jeder Jahreszeit im Zillertal und hatten meist viel Glück mit dem Wetter. Diese Region ist für uns schon die zweite Heimat. Lg

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