Praxistest: Haglöfs Boiga Hood – Allround Softshell für das ganze Jahr

Foto: Haglöfs

Die Boiga Hood des schwedischen Outdoor-Spezialisten Haglöfs ist eine funktionelle und vielseitige Softshell-Kapuzenjacke für den ganzjährigen Allround-Gebrauch.

Die Jacke ist aus dem von Haglöfs selbst entwickelten Flexable Material. Dieses hoch atmungsaktive und windabweisende Softshell-Material ohne Membran hat exzellente Stretch-Eigenschaften und ist dank DWR-Behandlung auch stark wasserabweisend.

Die Softshell kann als Übergangsjacke, bei sportlichen Aktivitäten oder als Isolation unter einer Hardshell getragen werden.

Ich habe die Boiga Hood bei einer viertägigen Rucksacktour auf den Wildnis-Trail durch den Nationalpark Eifel getragen und konnte sie dabei ausführlich testen

Die Haglöfs Boiga Hood:

Die Boiga Hood ist eine Softshell-Kapuzenjacke ohne Membran aus dem von Haglöfs selbst entwickelten Flexable Material 447. Dieses mittelschwere 4-Wege-Stretch Material vereint Außenschicht und Isolierung in einem Gewebe und verfügt über Isolationseigenschaften. Es ist enorm elastisch, hoch atmungsaktiv und dank der PFOS/PFOA-freien DWR-Behandlung (Durable Water Resistance) auch wasserabweisend.

Die Jacke hat zwei große Einschubtaschen und eine kleine Brusttasche zum verstauen von Kleinigkeiten. Der Zweiwege-Frontreißverschluss ist mit einer Abdeckleiste hinterlegt und der Jackenbund lässt sich über einen Kordelzug einhändig regulieren. Die Ärmelbündchen haben Daumenschlaufen und sind mit Polartec Powerstretch eingefasst.

Details:

  • Flexable Softshell-Material ohne Membran
  • Wasser- und windabweisend
  • Zwei Einschubtaschen mit Reißverschluss
  • Eine Reißverschluss-Brusttasche außen
  • Durchgehender Frontreißverschluss mit Innenabdeckung
  • Einhändig bedienbarer Jackenbund mit Kordelzug
  • Vorgeformte Ärmel
  • Bündchen aus Powerstretch mit Daumenschlaufen
  • PFOS/PFOA-freie DWR-Behandlung
  • Gewicht: 630 g (Size L)
  • Größen: S / M / L / XL / XXL
  • Farben: Verdigris, Sunset, Black
  • Frauenmodell: Boiga Q Hood
  • Preis: 175 Euro (UVP)

Praxistest:

Dank des elastischen Flexable  mit 4-Wege-Stretch ist der Trage­komfort und die Bewegungsfreiheit der Boiga Hood sehr gut: Das Material fühlt sich weich und geschmeidig an und dank des guten Schnitts und den vorgeformten Ellbogen sitzt die Jacke perfekt und macht jede Bewegung mit, ohne einzuengen.

Ich habe die Jacke bei einer viertägigen Rucksacktour auf den Wildnis-Trail durch den Nationalpark Eifel getragen und konnte sie dabei unter realen Praxisbedingungen testen: Von Nieselregen bis Sonnenschein, großen Temperaturschwankungen und schweißtreibenden Aufstiegen war unterwegs alles dabei, um die Jacke testen zu können.

Bei leichten Minustemperaturen am Morgen bis zu zweistelligen Plustemperaturen am Nachmittag, konnte ich unterwegs die ganze Zeit die Jacke anbehalten. Die Temperaturregulierung über den Frontreißverschluss reichte vollkommen aus, um selbst bei anstrengenden Aufstiegen das Körperklima im Lot zu halten. Auch ohne  zusätzliche Belüftungsmöglichkeiten, wie z. B. Pitzips,  war lästiges Aus- und Umziehen nicht nötig. Zudem wärmt die Jacke bei Pausen dank der guten Isolationseigenschaften des Materials.

Auch die Ausstattung und das Handling der Jacke ist Klasse: Zwei große und eine kleine Tasche bieten reichlich Stauraum für alle möglichen Sachen. Die beiden großen Taschen sitzen allerdings zu tief und werden teilweise von dem Hüftgurt des Rucksacks verdeckt. Die kleine Brusttasche ist aber auch mit angelegten Rucksackbrustgurt erreichbar.

Alle Reißverschlüsse laufen leichtgängig, der Frontreißverschluss ist zusätzlich mit einer Windschutzleiste hinterlegt. Der Jackensaum lässt sich über einen Kordelzug regulieren, dank der einhändigen Bedienung geht das sehr einfach.

Die Jacke hat einen hohen Kragen und bietet dadurch einen optimalen Wetterschutz. Die Kapuze lässt sich gut justieren und dreht sich bei Kopf­bewegungen mit. Allerdings fehlt ihr ein Kapuzenschild und ist daher nur für kurze Regenschauer geeignet.

Auf der viertägigen Tour habe ich besonders die länger geschnittenen Ärmel mit den Daumenschlaufen zu schätzen gelernt: Als es Morgens noch recht kalt war, habe ich mir die Ärmel als Kälteschutz über die Handrücken geschoben. Durch die mit Polartec Powerstretch eingefassten Ärmelbündchen sind diese schön weich und danke der praktischen Daumenschlaufen rutschen die Ärmel auch nicht nach oben. Ideal für sportliche Aktivitäten oder wenn man Puls und Handrücken vor Kälte schützen möchte und keine Handschuhe dabei hat.

Die Jacke ist Dank der DWR-Behandlung wasser- und windabweisend und bietet auch bei unbeständigen Wetter genügend Reserven, um auch mal einen kurzen Regenschauer zu überstehen.

Mein Fazit

Die Boiga Hood von  Haglöfs ist eine echte Allround  Softshell zu einem fairen Preis. Dank des Flexable Materials und dem tollen Schnitt hat die Jacke eine hervorragende Passform und bietet einen tollen Tragekomfort. Die Atmungsaktivität ist ausgezeichnet und die DWR-Behandlung bietet ausreichend Schutz vor Nässe und Wind. Die einfache Bedienung und die gute Ausstattung runden die positiven Eigenschaften ab.

Lediglich das fehlende Kapuzenschild und die mit Rucksack oder Klettergurt schlecht erreichbaren Einschubtaschen bieten Grund zur Kritik. Zusätzliche Belüftungsmöglichkeiten habe ich nicht vermisst.

Mich hat die Boiga Hood mit ihren vielseitigen Eigenschaft bei der Tour überzeugt und ich kann sie daher als Allround-Softshell absolut empfehlen. Wer nicht bei extremsten Bedingungen oder im Winter unterwegs ist, kann die Boiga Hood fast das ganze Jahr über bei unterschiedlichen Aktivitäten und im Alltag tragen.

Die Haglöfs Boiga Hood Softshell ist bei den Bergfreunden oder im Fachhandel erhältlich.

Anmerkung: Die Jacke wurde mir freundlicherweise von Haglöfs für diesen Test zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Meine Meinung ist jedoch wie immer nicht beeinflussbar.

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Veröffentlicht von

Mein Name ist Jens und ich bin ein absoluter Outdoor-Enthusiast: Wandern und Trekking bedeutet für mich, die Natur hautnah mit allen Elementen erleben – egal ob bei Sonnenschein, Regen oder Schnee. Mich zu bewegen, Neues zu erkunden und mich den Herausforderungen der Natur zu stellen, sind für mich ein idealer Ausgleich zum Alltag.

7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Erstmal vielen Dank für den Bericht.
    Bin selbst gerade an der Boiga Hood interessiert.
    Darf ich fragen, wo/wann du die erstanden hast?
    Denn sonst ist die sunset eher Orange mit gelben Reisverschlüssen – auch wenn das natürlich nur zweitrangig sein sollte ;-)
    Und: Im Laden hatte ich mal ein Boiga Jacket an, das war meine ich recht groß ausgefallen, so dass mit M-Typ schon ein ‚S‘ passte. Ist das nach deiner Erfahrung bei der dem Hoody auch der Fall?
    Vielen Dank und Grüße
    Klaus

  2. Hallo Klaus,
    bei der von mir getesteten Boiga Hood handelt es sich um eine Testjacke. Kann sein, dass sich die Farbe der Reißverschlüsse noch geändert hat. Aus meiner bisherigen Erfahrung kann ich sagen, dass L von Haglöfs normal ausfällt. Ich habe die Größe L und jede Jacke von Haglöfs in L passt mir 100%.

    Ich kann die Boiga Hood wirklich absolut empfehlen, ist eine tolle ganzjahres Softshell.

    Hoffe die Informationen helfen dir weiter.

  3. Habe mal bei Haglöfs nachgefragt und folgende Antwort bekommen:

    Die Reissverschlüsse sind ein wenig heller als das restliche orange der Jacke, jedoch immer noch orange.

    Hoffe, dass hilft dir weiter.

  4. Hallo Jens,
    erstmal vielen Dank für deine Mühe.

    Wie bereits erwähnt, hatte ich ja schon ein Boiga-Jacket im Laden an. Das hatte eine Klasse sunset-Farbe (http://www.haglofs.com/de-DE/produkte/bekleidung/lagen/soft-shell/herr/boiga_jacket_de-de.aspx)
    Nur suche ich es eben als Hoody, aber das aktuelle Orange mit den viel helleren Reissverschlüssen gefällt mir halt nicht.
    Die Farben wechseln ja von Saison zu Saison etwas und ich dachte, die hier wäre evtl. schon was anderes.
    Da ich es aber auch nicht eilig habe, warte ich jetzt einfach noch ab.
    Habe ja Softshell-Jacken (schwarz und blau), nur halt alle mit Windstopper und könnte mir vorstellen, dass man in denen ohne doch weniger schwitzt – obwohl, der Sommer scheint ja vorbei ;-)

    Und die Boa-Hood zB (http://www.haglofs.com/de-DE/produkte/bekleidung/lagen/soft-shell/herr/boa_hood_de-de.aspx)gefällt mir vor allem vom Schnitt garnicht – hatte ich auch schon an.

    Also, nochmals vielen Dank und Grüße
    Klaus

  5. Hallo Jens,

    ich hab sie gefunden, rein zufällig beim Surfen und dazu zu einem reduziertem Preis von 115 Euro.

    http://www.xspo.de

    Übrigens: Hab mir ‚S‘ und ‚M‘ zur Auswahl kommen lassen und behalte die ‚M‘. Die ‚S‘ ist einen Ticken zu klein, obwohl ich inzwischen bereits ein schwarzes recht gut passendes Boiga-Jacket in ‚S‘ habe. Irgendwie ist das Hoody wohl ein klein wenig anders geschnitten oder auch ein anderes Modelljahr. Neben- oder auch übereinanderliegend sieht man keinen Unterschied. Was solls.
    Einzig die Kapuze finde ich etwas zu groß geraten, wie eigentlich oft bei Haglöfs. Man muss schon ziemlich zurren, bis sie passt und dann drückt es auf auf die Brillenbügel und sieht insgesamt auch nicht mehr ganz so elegant aus ;-)
    Vielleicht lasse ich sie oben etwas abnähen. bei dem Flexable-Material solte das wohl gehen – wird ja dadurch nicht undicht wie ne Hardshell, oder?

    Viele Grüße
    Klaus

  6. Hi Klaus,
    freut mich, dass du die Jacke noch bekommen hast und dann zu dem Preis!
    Undicht kann sie ja nicht werden, weil die Jacke ja sowieso nur wasserabweisend ist. Abnähen würde ich es aber trotzdem nicht und dann lieber die große Kapuze in kauf nehmen. Ist ja eh nur eine Notkapuze.

    Wünsch dir viel Spaß mit der Jacke!

  7. Lieber Jens, die Jacke trage ich seit einem Jahr und kann mich deinem Fazit nur anschliessen. Wenn Softshell, dann die Haglöfs, gerade die Ärmellänge und der hohe Kragen machen sich für grosse Menschen einen Unterschied wenn es morgens oder abends noch kalt ist. Generell bin ich ein wenig von den Sofshells abgekommen, ist immer nicht Fisch und nicht Fleisch, gerade im Hochgebirge. Aber das hat nichts mit der Qualität dieser Jacke zu tun. Guter Test dem ich nur zustimmen kann. Felix PS: Schnitt der Jacke wäre noch ein optisches Zusatzargument das für mich bei gleicher Qualität dann entscheidet, und da sind die Skandinavier nun mal gut.

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