Auf den Höhen des Ebbegebirges im Naturpark Sauerland-Rothaargebirge

Als ich auf dem Wanderparkplatz Quellental aus dem Auto steige, dringt nur Vogelgezwitscher und das Plätschern des Hösinghausener Baches an meine vom Großstadtlärm geplagten Ohren. 

Sofort bin ich maximal entspannt und freue mich auf die Wanderung auf den Höhen des Ebbegebirges im Naturpark Sauerland-Rothaargebirge.

Auf den Höhen des Ebbegebirges im Naturpark Sauerland-Rothaargebirge

Was für die Münchener die Hausberge sind, ist für mich das im westlichen Sauerland gelegene Ebbegebirge. Das Ebbegebirge liegt im Naturpark Sauerland-Rothaargebirge und der höchste Berg ist die Nordhelle mit 662,7 Meter ü. NN.

Durch die verkehrsgünstige Lage ist das Ebbegebirge von Dortmund aus schnell über die Sauerlandlinie zu erreichen. Wenn ich Lust auf eine bergige Wanderung habe und nicht lange fahren möchte, ist mein Ziel das Ebbegebirge.

Meine heutige Rundwanderung führt mich über die Höhen des Ebbegebirges, zur Nordhelle und durch verschiedene, wildromantische Moore sowie durch ein urwüchsiges Quellental.

Vom Quellental auf die Höhen des Ebbegebirges

Der Ausgangspunkt der Wanderung auf die Höhen des Ebbegebirges ist der Wanderparkplatz Quellental. Als ich dort nach 45 Minuten fahrt aus dem Auto steige, höre ich nur das Plätschern des Hösinghausener Baches und verschiedene Vogelstimmen. Die Sonne scheint von einem stahlblauen Himmel und ich bin sofort maximal entspannt.

Vom Parkplatz führt mich der Weg nach rechts auf eine asphaltierte Straße in den Wald bergauf. Nach ein paar Metern muss ich nach links auf einen Forstweg mitten durch den Wald unterhalb des Kahlen Kopf stetig bergauf. Oben angekommen lichtet sich der Wald allmählich und ich werde mit einem schönen Panoramablick über den Naturpark Sauerland-Rothaargebirge empfangen.

Auch wenn die Sonne scheint, ist es jetzt Ende Februar noch sehr kühl. Da es Anfang Februar schon sehr warm war, ist der Schnee größtenteils schon geschmolzen. Doch hier und da haben sich im Schatten kleinere und größere Schneefelder gehalten und trotzen ihrer Vergänglichkeit über den Winter hinaus.

Auf´m Ebbe

Mit einem Hauch von Winter wandere ich nun in nördlicher Richtung durch die durch das raue und regenreiche Klima entstandenen Ebbemoore mit unterschiedlichen Mooren mit Moorbirken- und Erlenbruchwäldern. Auch hier haben sich im Schatten noch einige Schneefelder gehalten.

Zunehmend treffe ich andere Wanderer, Spaziergänger und Mountainbiker. Kein Wunder, ist doch die Nordhelle gerade am Wochenende als beliebtes Ausflugsziel nicht mehr weit entfernt.

Zur Nordhelle

Der Weg zweigt schließlich nach rechts ab und ich wandere über den Höhweg einige Kilometer immer geradeaus in östliche Richtung.

Ich durchquere das Kammoor und schließlich sehe ich schon von weiten den Sendemast auf der Nordhelle und erreiche wenig später den Wanderparkplatz unterhalb der Nordhelle, auf dem nur noch wenige Plätze frei sind.

Nach einem Stück auf der Straße bergauf zur Nordhelle, biege ich nach links auf einem schmalen Pfad in westlicher Richtung ab. Hier bin ich wieder für mich alleine und der schmale Pfad direkt am Hang mit Panoramablick sorgt für optisch für pures Wanderglück. Doch leider verläuft direkt unterhalb eine Straße, die man zwar nicht sieht, jedoch hört man jedes Auto und Motorrad.

Der Pfad trifft schließlich nach einem knackigen Aufstieg auf den Sauerland-Höhenflug, dem ich weiter in westlicher Richtung folge und so die Nordhelle umrunde. Schließlich gelange ich von Westen aus zum Robert-Kolb-Turm, einem Aussichtsturm auf der Nordhelle, an dem sich auch die Gaststätte Nordhelle befindet. Hier beschließe ich auf einer Bank in der Sonne eine Pause einzulegen.

Auf dem Sauerland Höhenflug

Nach der ausgiebigen Pause und Studium der Sonntagsausflügler folge ich dem Sauerland Höhenflug in nördliche Richtung. Auf einem schmalen Pfad geht es ansprechend durch Fahne und Sträucher. Als der Weg nach links abzweigt, bietet sich auf einem langen Stück bergab ein schöner weiter Ausblick über die hügelige Landschaft des Sauerlandes. 

Der Höhenflug führt auf den Auerhahnbergweg weiter durch den Wald. Schließlich treffe ich auf eine Landstraße, die sich leider schon von weiten durch Motorengeräusche bemerkbar gemacht hat. 

Ein wildromantisches Bachtal

Ich überquere die Straße und steige oberhalb in ein Bachtal ein. Stetig führt der Höhenflug jetzt bergab und tiefer in ein weitläufiges und wildromantische Bachtal. Überall liegen abgestorbene, mit Moos überzogene Bäume und sorgen so für ein urwüchsiges Bild.

Dann treffe ich auf einen Bach, der hier auf unterschiedlichen Wegen durch die Wiese bergab fließt. Auf einen Holzsteg überquere ich die letzten Meter der feuchten Wiese und das Fließgewässer.

Auf dem Koppenkopf

Auf dem Koppenkopfweg geht es nun weiter auf dem Koppenkopf. Auf dem Gipfel passiere ich ein Gedenkstein mit Edelweiß, der den Gefallenen der Gebirgstruppe gewidmet ist.

Der Waldweg führt nun stetig bergab, ich passiere ein paar aufgestaute Fischteiche und erreiche schließlich wieder den Wanderparkplatz im Quellental und eine schöne Wanderung bei bestem Wetter geht zu Ende.

Mein Fazit

Die Wanderung auf den Höhen des Ebbegebirges bietet schöne, unterschiedliche Vegetationen und tolle Ausblicke über die hügelige Landschaft des Sauerlands.

Besonders der Abschnitt auf dem Sauerland Höhenpflug von der Nordhelle aus und später durch das wildromantische Bachtal haben mir besonders gut gefallen.

Jedoch sind gerade am Wochenende rund um die Nordhelle viele Ausflügler unterwegs.

Insgesamt bietet die Wanderung auf den Höhen des Ebbegebirges durch den Wald, die Feucht- und Magergrünlandflächen, Moore sowie die diversen Heideflächen mit Wacholderbeständen viel Abwechslung und ein tolles Naturerlebnis.

Infos zur Wanderung auf den Höhen des Ebbegebirges

Meine Aufzeichnung der Wanderung bei Social Hiking

Impressionen von der Wanderung

Veröffentlicht von

Mein Name ist Jens und ich bin ein absoluter Outdoor-Enthusiast: Wandern und Trekking bedeutet für mich, die Natur hautnah mit allen Elementen erleben – egal ob bei Sonnenschein, Regen oder Schnee. Mich zu bewegen, Neues zu erkunden und mich den Herausforderungen der Natur zu stellen, sind für mich ein idealer Ausgleich zum Alltag.

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