Mein erstes Mal Siebengebirge oder meine erste Bloggerwanderung 2017

Bei anderen Outdoor-Bloggern habe ich schon öfters Berichte von Wanderungen im Siebengebirge gelesen und war jedesmal begeistert von den Bildern der Landschaft. Nur selbst war ich dort noch nie unterwegs.

Umso mehr habe ich mich gefreut, dass mich meine erste Bloggerwanderung im Jahr 2017 in das rechtsrheinische Mittelgebirge südöstlich von Bonn führen sollte.

Was als Wintertour von Corinna alias Outdoormädchen und Simone vom Outzeitblog geplant war, entpuppte sich am Ende als zaghafte Frühlingswanderung.

Bloggerwanderung im Siebengebirge

Gemeinsam mit Bernd von KritzelKraxel, seiner Hündin Fame und Janett von Käthes Kiste mache ich mich Sonntag früh aus dem östlichen Ruhrgebiet auf in Richtung Treffpunkt im Siebengebirge. Als wir endlich am Parkplatz am Stenzelberg ankommen, warten bereits 10 wanderhungrige Outdoor-Blogger aus ganz NRW auf uns.

Die Begrüßung fällt wie immer sehr herzlich aus. Kennen sich die meisten doch schon seit vielen Jahren. Und wenn die Outdoor-Blogger-Familie sich trifft, ist die Freude immer groß. Leider musste Simone vom Outzeitblog kurz vorher krankheitsbedingt absagen.

Frühlingsboten auf dem ersten Aussichtspunkt

Bernd, der im Siebengebirge aufgewachsen ist, hat die Tour für uns ausgearbeitet und führt uns zielsicher zum ersten Highlight: Einem schönen Aussichtspunkt. Vorher kommen wir jedoch nach einem ersten Anstieg an einer Wiese mit Krokussen vorbei, die natürlich von jedem fotografiert wird. Angelica wäre stolz auf uns!

Vom Aussichtspunkt haben wir einen schönen Ausblick auf einen alten Steinbruch und in eine Vulkan-Landschaft. Und Bernd hat nicht nur die Strecke ausgearbeitet, sondern macht uns auch noch den Guide und erklärt uns anschaulich die Entstehung der unterschiedlichen Gesteinsschichten. Ganz großes Kino!

Kloster Heisterbach

In weiten Bogen umrunden wir danach den Weilberg und unterhalten uns dabei angeregt. Schließlich gibt es doch nichts schöneres, als sich mit Gleichgesinnten über das gemeinsame Hobby auszutauschen. Der Nachteil ist, man bekommt nicht so sehr viel von der Umgebung mit. Trotzdem erweitert man seinen Horizont.

Schließlich erreichen wir das Kloster Heisterbach und an den Überresten einer ehemaligen Zisterzienserabtei legen wir den nächsten Halt ein. Und Bernd erzählt uns die Geschichte des Klosters, welches 1192 vom Orden der Zisterzienser gegründet wurde.

Auf den Petersberg

Vom Kloster führt uns Bernd auf dem Rheinsteig durch den Wald Richtung Petersberg. Nach einem knackigen Anstieg, stehen wir auf der weitläufigen Terasse am Steigenberger Grandhotel Petersberg. Von hier oben haben wir einen schönen Ausblick auf den Rhein, Schloss Drachenburg und den Drachenfelsen. Bernd liefert uns auch hier wieder einige interessante Hintergrundinformation.

Nonnenstromberg

Nach dem Abstieg vom Petersberg geht es auf schmalen Pfaden über den Nonnenstromberg durch einen schönen Naturwald. Bernd erzählt uns von einer Sage, nach der Nonnen auf dem Berg während der Kreuzzüge Schutz suchten.

Einkehrhaus Waidmannsruh

Als wir danach am Einkehrhaus Waidmannsruh vorbeikommen, können wir nicht widerstehen und legen eine Pause ein. Die durchbrechende Sonne ermutigt uns, auf der Terrasse Platz zu nehmen. Und eine ganze Weile können wir die Wärme spendende Frühlingssonne auch genießen.

Doch als wir unsere Getränke fast ausgetrunken haben, zieht sich der Himmel zu und kurze Zeit später schüttet es aus allen Eimern. Was wäre eine Bloggerwanderung nur ohne Regen? Daher heißt es, wie schon so oft bei einer Bloggerwanderung: Regenjacken anziehen, Regenhülle überstreifen und weiter geht´s in bunter Hardshellvielfalt durch den Regen.

Burgruine Rosenau

Was Regen in Bezug auf eine Bloggerwanderung bedeutet, gilt übrigens auch für eine Burgruine. Zumindest in NRW. Daher gehört mittlerweile zu jeder Bloggerwanderung im westlichen Teil der Republik auch eine Burgruine. 

Diesmal war es die Burgruine Rosenau, die vermutlich im 1200 Jahrhundert entstanden ist. Heute sind nur noch Reste der bis zu 6 Meter hohen Ringmauer erhalten.

Ihr mögt zwar in Bayern die höheren Berge haben, aber die meisten Burgen und Schlösser haben wir!

Auf den großen Oelberg

Nach dem wir an der tristen Burganlage mit unseren Jacken bunte Akzente gesetzt haben, geht es weiter durch den Wald Richtung großer Oelberg. Dort erwartet uns ein knackiger Anstieg. Schweißtreibend führt uns ein Pfad in mehreren Kehren hinauf zu dem mit 460,1 Meter ü. NN höchsten Berg im Siebengebirge.

Oben angekommen bietet sich uns ein schöner und weiter Ausblick in das Siebengebirge sowie bis zur Hocheifel. In der Ferne ziehen dunkle Regenwolke vorbei und sorgen für ein besonderes Naturschauspiel. 

Ein grandioses Finale: Der Stenzelberg

Nach dem wir wieder von großen Oelberg abgestiegen sind, legen wir unterhalb des kleinen Oelbergs eine Rast ein.

Dabei genießen wir unsere Brotzeit und heißen Kaffee, den wir Axel und seinem Jetboil Flash zu verdanken haben. Wanderpause-Deluxe.

Nach der Pause geht es wieder Richtung Ausgangspunkt. Vorher kommen wir aber noch am Stenzelberg vorbei.

Den ehemaligen Steinbruch für Quarz-Latit mit seinen steilen Felswänden und freistehenden Felstürmen finde ich besonders beeindruckend.

Bernd erzählt uns, dass die Felsen früher ein beliebtes Klettergebiet waren. Seit Juni 2005 ist das Klettern am Stenzelberg jedoch verboten.

Der schmale Pfad an den steilen Felsformationen vorbei und durch die Felsschluchten ist für mich der schönste Abschnitt der Tour und ein grandioses Finale.

Im Haus Schlesien lassen wir schließlich den Wandertag bei schlesischen Spezialitäten, einem Rübezahl Bier sowie guten Gesprächen ausklingen. 

Mein Fazit

Das Siebengebirge hat landschaftlich wirklich einiges zu bieten. Sein es die bewaldeten Hügel mit vulkanischen Ursprung, die weiten Ausblicke, bizarren Felsformationen oder die vielen Burgen und Schlösser.

Bernd hat für uns wirklich eine tolle Tour im Siebengebirge mit vielen Highlights ausgearbeitet. Vielen Dank dafür!

Daneben hatte ich mit den Blogger-Kollegen wieder eine Menge Spaß und habe viel gelacht. War schön mit euch! Danke an alle für den ersten#bloggerhike des Jahres!

Folgende BloggerInnen waren dabei und haben teilweise schon über die Bloggerwanderung geschrieben:

Meine Aufzeichnung der Wanderung bei Social Hiking

Fotogalerie

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Veröffentlicht von

Mein Name ist Jens und ich bin ein absoluter Outdoor-Enthusiast: Wandern und Trekking bedeutet für mich, die Natur hautnah mit allen Elementen erleben – egal ob bei Sonnenschein, Regen oder Schnee. Mich zu bewegen, Neues zu erkunden und mich den Herausforderungen der Natur zu stellen, sind für mich ein idealer Ausgleich zum Alltag.

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Danke für deinen Bericht. Und vor allem auch für die Klarstellung mit den Bergen im Süden und den Burgruinen hier bei uns im Westen. Und mit Rosenau waren die Mindestanforderungen an eine Bloggerwanderung erfüllt oder? Was war’s nochmal gleich?

    1. schlechtes Wetter
    2. Burg oder Burgruine
    3. …

  2. Moin Jens,

    als alter Burgenschubser aus Bayern, habe ich mir mal die Mühe gemacht und bin Deiner Aussage nachgegangen, ob NRW oder Bayern mehr Burgen und Schlösser haben. :-)

    Eine sehr empfehlenswerte Seite zu dem Thema ist alleburgen.de:
    http://alleburgen.de/ds.php?m=2

    Hier eine Statistik, die vielleicht nicht 100%ige Vollständigkeit garantieren kann. Aber etwas Vollständigeres wirst Du schwerlich finden. So, und wenn man nun nur die Spalte Burgen&Schlösser betrachtet, hat es da in Bayern über 4.400 Anlagen. In NRW fast 2.300 Anlagen. Hmmm … :-D

    Was bedeutet das nun?
    Ich muss ins Siebengebirge!!! :-D ;-)

    LG
    Alex

    • Hi Alex, danke für deine Recherche und die Aufklärung!

      Gefühlt habe ich echt gedacht, in NRW gibt es mehr Burgen und Schlösser, als in Bayern.

      Aber seit wann zählt denn Franken zu Bayern ;-)

      Und ja: Du musst mal ins Siebengebirge!

      LG Jens

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