Blogger-Wanderung auf das Hintere Sonnwendjoch (1.986 m)

Das Schöne als Outdoor-Blogger ist ja, dass man sich immer mit Gleichgesinnten für eine gemeinsame Tour verabreden kann. Egal wann, egal wo. Während unseres Familienurlaubs in Bad Feilnbach hat sich für mich mal wieder die Gelegenheit ergeben, um mit ein paar anderen Bloggern aus der Region eine gemeinsame Bergwanderung zu unternehmen. Unser Ziel war der höchste Gipfel des Mangfallgebirges: Das Hintere Sonnwendjoch in Tirol.

Alte Bekannte und neue Gesichter

Nach meiner Nachfrage bezüglich einer gemeinsamen Tour, hat als erstes Stefanie von Gipfelglück zugesagt und wir haben den Feiertag am 1. November als Termin ausgemacht. Stefanie hat auch die Tour vorgeschlagen, da sie schon mal eine Wanderung zum Hinteren Sonnwendjoch machen wollte, jedoch wegen eines Gewitters vorzeitig umkehren musste. Außerdem haben sich uns dann noch Uli von Auf-dem-Berg.de, Basti von Zipfelkreuz und Ute von Zwerg am Berg angeschlossen. Uli kannte ich schon von mehreren Treffen. Basti und Ute bisher nur virtuell. Ist immer schön, weitere Blogger auch mal persönlich kennen zu lernen.

Eine beliebte Bergwanderung

Leider musste Stefanie dann kurzfristig absagen und konnte doch nicht dabei sein. Und so haben wir uns nur noch zu viert an der Mautstation an der Straße zur Ackernalm in Tirol getroffen. Nach dem wir die 3 Euro Mautgebühr entrichtet haben, fahren wir mit nur einem Auto weiter. Wenig später erreichen wir auch schon den Parkplatz an der Ackernalm, der entgegen unserer Befürchtungen nicht ganz so voll ist. Denn die einfache Bergwanderung auf das Hintere Sonnwendjoch ist recht beliebt und die Wetterbedingungen sind heute perfekt. Die Sonne scheint und die Fernsicht jetzt im Spätherbst verspricht grandios zu sein.

Blogger sind doch alle gleich

Von der Ackernalm geht es entspannt auf einer Straße entlang. Wir passieren ein paar Almen und schon bald werden die Kameras für die erste schöne Aussicht gezückt. Irgendwie sind doch alle Blogger gleich. Aber die Aussicht auf das Kaisergebirge hat es auch in sich und verdient es, festgehalten zu werden. Denn das Tal liegt unter Nebel verborgen, die Fernsicht ist nahezu endlos und die Bergwelt wirkt zum greifen nah. Nach dem kurzen Stopp, wollen wir entgegen dem allgemein üblichen Weg über den Asphalt, einen schmalen Pfad nehmen. Dieser führt über die Almwiesen und verspricht einen abwechslungsreicheren Aufstieg. Doch schon bald ist der Pfad kaum noch zu erkennen und wir müssen umkehren. Als wir an einer kleinen Almhütte nach dem Weg fragen, erfahren wir, dass der Pfad wegen Steinschlags gesperrt ist. Also doch Teerstraße.

Interessante Gespräche

Und so laufen wir nach Westen über eine doch recht breite Straße. Aber so können wir wenigstens nebeneinander gehen und uns unterhalten. Ute erzählt mir von ihrem Tourenbuch für Kinder, welches vor kurzem veröffentlicht wurde und warum sie dafür sogar einen eigenen Verlag gegründet hat. In dem Buch können kleine Gipfelstürmer ihre Touren eintragen und Hüttenstempel sammeln. Außerdem können sie darin auch malen, Fotos einkleben und Rätsel lösen. Schöne Sache und eine gute Beschäftigung auf der Alm, wie ich aus eigener Erfahrung nur zu gut weiß. Und so laufen wir plaudernd stetig bergauf. Von Basti möchte ich wissen, was es mit dem ungewöhnlichen Namen für seinen Blog auf sich hat. Bereitwillig erklärt er mir, wie er auf Zipfelkreuz gekommen ist. Eine interessante Geschichte, die er euch am besten mal persönlich erzählt.

Zum Zipfelkreuz

Wir passieren ein Stück oberhalb eine kleine Kapelle und kommen an ein paar urigen Holzhütten vorbei. Es geht immer weiter auf dem asphaltierten Almweg stetig, leicht bergauf. Mittlerweile ist es so warm, dass wir unsere Jacken ausziehen und nur noch im T-Shirt weitergehen. Und das Anfang November!

Nach einer Weile zweigt der Weg endlich nach rechts auf einem schmalen Pfad ab und führt uns immer am Hang entlang. Hier ist erst mal Gänsemarsch angesagt. Dann wird der Pfad steiler und führt uns mit kurzen Kraxeleinlagen durch ein paar Latschen auf einen Bergkamm. Oben angekommen sehen wir endlich unser Ziel, den Gipfel des Hintere Sonnwendjochs.

Perfekte Fernsicht

Über einen Pfad geht es nun über Bergwiesen Richtung Gipfel, nach einen kurzen, knackigen Anstieg stehen wir wenig später auch schon am hölzernen Gipfelkreuz des Hinteren Sonnwendjochs auf 1.986 Meter Höhe. Da das Wetter heute wirklich perfekt ist, tummeln sich hier oben schon einige Leute und genießen in der Sonne den Ausblick. Denn heute herrscht wirklich eine grandiose Fernsicht auf die umliegende Bergwelt. Vom Kaisergebirge im Osten über die schneebedeckten Gipfel der Zentralalpen im Süden bis hin zum Karwendelgebirge im Westen. Sogar die Zugspitze können wir am Horizont ausmachen. Besser geht es nicht.

Die drei G´s

Nach der Gipfeljause, einem gemeinsamen Gipfelfoto und dem Eintrag ins Gipfelbuch, machen wir uns wieder an den Abstieg. In der Mitte der Gipfelflanke nehmen wir jedoch einen Steig, der nach rechts abzweigt, damit wir nicht ganz den selben Weg zurück müssen. Wir wandern weiter durch eine Einsattelung, die von einem markanten Felskamm begrenzt wird. Über den Felskamm geht es zwischen Latschen und Almwiese weiter hinunter. Kurz vor der Bärenbadalm erreichen wir wieder einen Almweg und folgen diesem nach links. Wir passieren die Steinkaseralm und sind bald auch schon wieder auf dem asphaltierten Almweg, dem wir schon beim Aufstieg genommen haben. Auf diesem geht es wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Österreichs höchst gelegene Almkäserei

Kurz vor der Ackernalm decken wir uns aber noch in der Ackernalm-Almkäserei mit Käse ein. Die höchst gelegenen Almkäserei Österreichs ist bekannt für ihren Emmentaler und Bergkäse, die schon mehrfach mit Gold- und Silbermedallien ausgezeichnet wurden. Ich nehme mir ein Stück Berkäse mit und kann auch dem Angebot an Obstbränden nicht widerstehen. Anschließend lassen wir die Tour gemütlich in dem Berggasthof Ackernalm ausklingen.

Mein Fazit

Die Bergwanderung von der Ackernalm auf das Hintere Sonnwendjoch ist leicht und nicht sehr anspruchsvoll. Auch wenn der erste Abschnitt über asphaltierte Almstraßen verläuft, wird man danach mit schmalen Pfaden durch schöne Almwiesen und am Gipfel mit einen großartigen Panoramaausblick entschädigt. Und wenn man dann noch perfekte Wetterbedingungen hat, passte einfach alles.

Daneben war es mal wieder schön mit Gleichgesinnten unterwegs zu sein. Hat mich sehr gefreut, Uli mal wieder zu sehen sowie Basti und Ute persönlich kennen zu lernen. Mir hat es riesig Spaß gemacht und ich fand es klasse, dass ihr euch die Zeit für eine gemeinsame Tour mit mir genommen habt! War nur schade, dass Steffi nicht dabei sein konnte. In Gedanken, waren wir aber bei ihr und haben sie mit auf den Gipfel genommen.

Der Bericht von Uli

Auf-den-Berg.de | Wanderung auf das Hintere Sonnwendjoch

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Veröffentlicht von

Mein Name ist Jens und ich bin ein absoluter Outdoor-Enthusiast: Wandern und Trekking bedeutet für mich, die Natur hautnah mit allen Elementen erleben – egal ob bei Sonnenschein, Regen oder Schnee. Mich zu bewegen, Neues zu erkunden und mich den Herausforderungen der Natur zu stellen, sind für mich ein idealer Ausgleich zum Alltag.

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