Gastbeitrag: Berge. Burgen. Outdoor. – Luftschubser!

Dies ist ein Gastbeitrag von Alex und Karo. Die beiden schreiben auf www.luftschubser.de über Berge, Burgen und Outdoor.

„Was bedeutet denn eigentlich Outdoor für euch?“ – Das wurden wir mal ganz unvermittelt im Freundeskreis gefragt. Eigentlich eine banale Frage, aber wenn man so darüber nachdenkt, ist sie gar nicht so einfach zu beantworten. Klar, sich draußen „open-air“ zu bewegen, aber das trifft’s irgendwie noch nicht so. Es gibt ja so viele unterschiedliche Arten, wie man Outdoor erleben und für sich definieren kann. Die einen rennen die Berge hoch, über Stock und Stein (sehr faszinierend!). Die anderen brauchen Zweiräder, mit denen sie dann Schotterpisten entlang heizen. Wir lieben Berge und Burgen. Wie das zusammenhängt? Da erzählt lieber jeder von uns seine eigene Version:

Berge

Meine Passion für Berge wuchs erst ziemlich spät, was vermutlich mit meiner Herkunft zu tun hat. Als Nordlicht hatte ich eben kaum Möglichkeiten, Berglandschaften zu genießen, jetzt mal vom Brocken abgesehen. Ja genau, dass ist dieser kleine Hügel in Mitteldeutschland. Während des Studiums ging’s dann zum Praktikum nach Ecuador, mitten in die Anden. Da bemerkte ich, wow Berge können hoch sein und man kann sie erwandern. Das Fieber war entfacht, obwohl mir damals die Erfahrung und vor allem die Puste fehlten. Immerhin war ich vorher noch nie auf 4.000 m Höhe. Ist schon ein Unterschied.

Der arbeitsbedingte Umzug nach München tat dann sein übriges. Mein erster Gipfel in den Münchner Hausbergen war der Jochberg. Zugegeben, mittlerweile ist das keine Herausforderung mehr und ich wusste damals schon, dass wird nicht mein letztes Mal auf einem Gipfel gewesen sein. Dass ich mich immer wieder einer sportlichen Herausforderung stellen kann, gefällt mir dabei besonders. Ist schon toll, wenn ich vom Gipfel ins tiefe Tal schauen kann, in dem Bewusstsein, alles selbst erwandert zu haben. Wenn es während des Aufstiegs in meinen Waden zwickt und ich dann nach vollem Körpereinsatz oben auf dem Gipfel angekommen bin, macht sich dieses tolle Erfolgsgefühl breit. Der Körpereinsatz kommt manchmal auch unvorhergesehen, wenn z.B. noch mehr Schnee als erwartet liegt, wie bei unserer Monte Roen Tour im Frühjahr.

An die geschichtlichen Hintergründe einer Strecke habe ich bis vor zwei Jahren nicht gedacht, wenn ich ehrlich bin. Aber es ist auf jeden Fall immer gut, wenn man jemanden kennt, der ein ähnliches Hobby hat und dem Ganzen noch das gewisse Etwas verleiht. So ging’s mir mit Burgen-Alex, der mal lieber selbst erzählt, was es mit den Burgen und seinem Spitznamen auf sich hat.

Burgen

In meinem Freundeskreis heiße ich eigentlich nur Burgen-Alex. Zumindest denken die Kinder meiner Freunde, dass ich tatsächlich so heiße. Was daran liegt, dass ich immer und überall Ausschau nach Burgen und Ruinen halte. Als Kind war ich schon ziemlich früh mit der Familie auf Tour – so im Alter von drei Jahren ungefähr. Wanderungen im bayerischen Bergen und im Voralpenland und auch Wanderungen, an deren Verlauf Burgen zu erkunden waren. Manche waren einfach nur Fantasieburgen, die ich mit meinem Schwert – also einem Holzstock – eroberte oder verteidigte, um mir das Wandern spannender zu gestalten. Andere erkundete ich in Südtirol oder wo immer wir Touren und Urlaub machten.

Als ich dann den Führerschein hatte, fuhr ich dort in den Urlaub hin, wo es Burgen zu finden gab. Oder besser gesagt: Burgen gibt es eben fast überall und da wollte ich hin. Die alten Gemäuer zu entdecken, zu erkunden und in mein Register aufzunehmen, schien mir eine gute Lebensaufgabe. Mir kamen da aber irgendwann die Touren zu kurz. Vieles geschah nur per Auto. Also musste sich etwas ändern und mein Burgenregister pausiert nun erstmal unbefristet.

Der Schwerpunkt sollten Wanderungen werden, bei denen mindestens eine Burg am Wegrand liegt. Mir gefallen vor allem die versteckten Ruinen mitten im Wald. Oder andere, die einen weiten Blick über das Land bieten. Meine Favoriten bisher: Die Burgentour im Großen Lautertal – Schwäbische Alb. Eine Etappe mit über 30 km und 9 Ruinen in abwechslungsreicher Landschaft. Und die Sieben-Burgen-Tour im Elsaß. Tolle Felsburgen auf über 20 km Traumwanderwegen. Die erste gemeinsame Burgen-Tour machten Karo und ich im Altmühltal bei Kipfenberg, auf den Spuren der Römer.

Outdoor

Die Berg- und Burgenwanderungen zählen bei uns also zu den favorisierten Outdoor-Aktivitäten. Aber auch alle anderen Wanderungen in der Natur, zählen zu unserem Freizeitrepertoire. Wäre doch schade, wenn man sich selbst so einschränkt, dass man womöglich tolle Outdoor-Erlebnisse versäumt. So haben wir beispielsweise eine tolle Klippenwanderung in Frankreich gemeinsam erlebt, über die wir auch noch berichten werden. In unserem Pyrenäen-Spezial auf http://luftschubser.de, wo wir über unsere Passion schreiben.

Die Luftschubser

Alex wollte aus seiner Burgenseite schon lange etwas anderes machen und da überlegten wir, dass wir doch unsere Wanderleidenschaft in einem Blog zusammenfassen könnten. Das Burgenregister ruht und wir wurden inzwischen Luftschubser: Berge, Burgen, Outdoor eben. Schaut doch mal vorbei, wir freuen uns über Kommentare und Hinweise!

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Veröffentlicht von

Mein Name ist Jens und ich bin ein absoluter Outdoor-Enthusiast: Wandern und Trekking bedeutet für mich, die Natur hautnah mit allen Elementen erleben – egal ob bei Sonnenschein, Regen oder Schnee. Mich zu bewegen, Neues zu erkunden und mich den Herausforderungen der Natur zu stellen, sind für mich ein idealer Ausgleich zum Alltag.

6 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Das sind aber jede Menge gute Tipps dabei! Es lohnt sich auf alle Fälle, mal Tirol und Vorarlberg zu „verlassen“ – die Gebiete, die beim „Alpenblogger“ im Mittelpunkt stehen! Dass es anderswo auch schön und interessant ist, habe ich aber auch schon vorher vermutet ;-)

  2. Hi,

    vielen Dank!
    Also um bei der Wahrheit zu bleiben: Die Bilder zeigen nicht unbedingt die nähere Umgebung von München. Das ist nur eine kleine Auswahl an Bildern unserer Touren: Altmühltal, Elsass, Schwäbische Alb, Südtirol und oberhalb des Walchensees im bayerischen Voralpenland.

    Aber ihr habt recht: Es ist dort überall wunderschön!

    Wo wir noch nicht oder nicht oft waren: Im Bergischen Land und selten in Tirol. Obwohl, letztes Jahr in den Tannheimer Bergen … ein Traum. :-)

    Grüße

    Alex

  3. Schöner Überblick! Auh wenn ih für mich schon immer irgendwie wusste, was „Outdoor“ bedeutet, macht’s Spaß, mal von anderen was darüber zu lesen.

  4. Ja, es gibt einige Touren und Burgen/Ruinen am Wegesrand, die ein beeindruckendes (Natur-)Erlebnis vermitteln. Und oft ist es dort ruhiger, als auf einem Gipfel. ;-)

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